Sitz des Anlagenherstellers Krones im bayerischen Neutraubling Foto: imago images / Manfred Segerer

Vermögensverwalter Guido vom Schemm

Zykliker – ist das die ersehnte Einstiegschance?

Guido vom Schemm
Foto: GVS Financial Solutions

Die Aussichten für die Wirtschaft sind nicht mehr ganz so schlecht wie vor Monaten befürchtet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das weltweite Wirtschaftswachstum um 4,5 Prozent sinkt. Im Frühjahr sind die Ökonomen noch davon ausgegangen, dass die weltweite Konjunktur in Folge der Corona-Pandemie um über 6 Prozent schrumpfen würde. Es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen, und es dürfte diesmal kein entgegenkommender Zug sein.

Die staatliche Förderbank KfW prognostiziert für 2021 ein Wirtschaftswachstum von 5 Prozent in Deutschland. Das Vorkrisenniveau dürfte laut KfW bis Ende 2021 wieder erreicht werden. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie sich das Corona-Virus weiter entwickelt. Einen zweiten, globalen Lockdown wird es unserer Meinung nach nicht mehr geben, weil dies der Todesstoß für weitere Unternehmen sowie Branchen wäre.

Geht es mit der Wirtschaft bergab, leiden vor allem Unternehmen, deren Geschäfte eng mit der aktuellen Konjunkturlage verbunden sind. Dazu gehören insbesondere Konzerne der klassischen Industrie wie Chemie oder Maschinenbau. Die Aktienkurse von zyklischen Firmen wie BASF, Covestro oder Krones wurden arg gebeutelt und erholten sich nicht so gut wie der Gesamtmarkt.  Im Zuge der Corona-Krise profitierten nämlich bislang vorwiegend defensive, antizyklische Aktien, etwa aus dem Lebensmittelsektor, der Pharmabranche oder wachstumsstarke Technologiewerte, beispielsweise Amazon oder Apple.

Apple hat von der Krise profitiert

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Quelle: GVS Solutions/VWD

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