"Advisortech" So will JDC seine Finanzberater für die Fintech-Ära fit machen

Jung,-DMS-&-Cie.-Chef Sebastian Grabmaier

Jung,-DMS-&-Cie.-Chef Sebastian Grabmaier

// //

Der Finanzdienstleistungsmarkt befindet sich im größten Umbruch der Geschichte. Versicherungsmakler und Investmentvermittler kämpfen wie auch die Versicherer und Banken seit Jahren mit dem sich verändernden Kundenverhalten, Kostendruck, Regulierung und damit höherem Aufwand bei spürbar sinkenden Margen. Nun hat sich ein weiterer Veränderungstreiber in den Vordergrund gespielt: Der Mega-Trend „Digitalisierung“ hat den Finanzdienstleistungsmarkt erfasst.  
Neueste Studien zeigen, dass inzwischen  über 70 Prozent der Deutschen  als „digital ready“ gelten, also bereit  sind, innovative Medien und OnlineAngebote  zu nutzen. Nicht nur sind  heute 76 Prozent der Kunden täglich  im Netz und 40 Prozent nutzen Social Media Communities, (also Freundschaftsgruppen  im Netz), sondern  auch unsere Kunden sind inzwischen  internetaffin: Bereits 40 Prozent der  Kunden informieren sich vor einem  Versicherungskauf im Netz. Die  Generation unter 30 verbringt heute  mit fast vier Stunden täglich deutlich  mehr Zeit im Netz als vor dem  Fernseher, aber auch bei den 50-bis  70-Jährigen  beträgt die durchschnittliche  tägliche Verweildauer im Netz  bereits 46 Minuten.  Auch wenn die meisten Versicherungsgeschäfte  heute noch offline  in der Agentur, im Maklerbüro  oder im Wohnzimmer des Kunden  stattfinden, sollte man den Einfluss  des veränderten Kundenverhaltens  nicht unterschätzen: So spielen heute Social Media und  Vergleichsportale  im Such-,  Auswahl- und  Bewertungsprozess  eine Rolle, die bereits ähnlich  groß ist wie der Einfluss von Finanzintermediären.  Akzeptanz der Online-Beratung zwischen 50 und 56 Prozent Und ein immer größerer  Teil von Kunden ist bereit, eine OnlineBeratung  beim Versicherungskauf zu akzeptieren, Bei einfachen Produkten liegt diese Bereitschaft bereits bei 65 Prozent.  Viel erstaunlicher ist aber, dass auch bei komplexeren Produkten wie der  Kranken- oder  Berufsunfähigkeitsversicherung  die Bereitschaft der  Kunden viel höher ist, als dies von  Maklern und Vermittlern eingeschätzt  wird: Während fast alle Makler davon ausgehen, dass solche  Beratungen nicht ins Netz passen,  ist schon fast die Hälfte der Kunden  zu einer solchen Online-Beratung bereit. Folgerichtig steigen die Umsätze der OnlineVergleichsportale  und Makler  stark an und dies nicht  nur, was einfachere Sachprodukte wie  Kfz- oder Haftpflichtversicherungen  angeht.  Dies wiederum führt dazu,  dass weitere Unternehmen den Markteintritt  in dieses scheinbar attraktive  Segment suchen und den Wettbewerb  um den Kunden weiter verschärfen.  Kein Wunder also, dass sich die Mehrheit  von  uns Maklern  von diesen  Marktveränderungen  bedroht fühlt.