Anlegen wie ein Farmer 4 Dinge, die Investoren von Landwirten lernen können

Wolfgang Juds, Geschäftsführer der CREDO Vermögensmanagement GmbH

Wolfgang Juds, Geschäftsführer der CREDO Vermögensmanagement GmbH

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Das Bild aus der Landwirtschaft bietet viele Parallelen zur Welt der Kapitalanlagen. Es hilft, gerade in turbulenten Zeiten die Ruhe zu bewahren und sich auf die Grundwahrheiten zu besinnen. An den eigenen Prinzipien festzuhalten ist das Wichtigste dabei. Charlie Munger, der langjährige Partner von Warren Buffett hat einmal gesagt: „Du machst kein Geld, wenn Du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn Du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn Du abwartest.“

Farmer sind als Unternehmer tätig

Unternehmer tragen Risiken und wollen dafür belohnt werden in Form eines angemessenen Ertrages. Dies gilt auch für die Landwirte. Viele Sparer hingegen müssen sich erst noch an diese Gedanken von Saat und Ernte gewöhnen. Sie möchten naturgemäß möglichst wenige Risiken eingehen und haben in der Vergangenheit überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere und in Sparanlagen investiert. Sie sind damit zweifellos gut gefahren, denn die Hausse am Rentenmarkt dauerte über 30 Jahre an. Mit festverzinslichen Wertpapieren ließen sich gute Erträge erwirtschaften, doch diese Zeit ist vorbei. Angesichts der niedrigen Zinsen ist ein Umdenken unbedingt erforderlich, denn die Zinsen werden vermutlich länger niedrig bleiben, als ursprünglich angenommen. Wir müssen lernen, sowohl mit diesen Risiken als auch mit den niedrigen Zinsen zu leben.