"Honorarberatung oder Provisionsberatung? Wer das Beste für den Kunden möchte, der sollte ihm die Entscheidung überlassen"
Wer das Beste für den Kunden möchte, der sollte ihm auch die Entscheidung überlassen, was das Beste für ihn ist. Ein Berufsanfänger mit wenig Geld, der erst einmal eine Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung braucht, kann sich ein teures Beratungshonorar möglicherweise nicht leisten und fährt mit dem Provisionsmodell besser.
Kommentar von Dr. Guido Kirner
Im Rahmen der Leseraktion "Honorarberatung, die bessere Finanzberatung?"
Ein 50-jähriger Selbständiger, der bereits die wichtigsten Entscheidungen über seine Finanzen getroffen hat, dessen Unterlagen zeitaufwendig gesichtet, geordnet und analysiert werden müssen, der geht besser zu einen Honorarberater, zumal es hier nicht um Neuabschlüsse, sondern eher um das Freischaufeln von Liquidität geht.
Optimal wären doch Finanzberater, die beides anbieten könnten. Voraussetzung ist, dass ein Berater die Finanzplanung beherrscht und die Dienstleistung im Sinne des Kunden anpassen kann. Dies ist nur in Strukturen möglich, wo der Berater auch die Freiheit dazu hat.
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Er darf also nicht in Strukturen eingebettet sein, wo Karrierechancen und Belohnungssysteme sich alleine am Provisionserlös messen, wie bei den meisten Strukturvertrieben und Banken. Deshalb ist die Offenlegungspflicht des beruflichen Status beim Kunden so wichtig.
Mit der Erstinformation im Versicherungsbereich ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Als Verbesserung ließe sich die Ausweitung auf alle Finanzberufe vorstellen sowie ein Tableau von Fragen, die jeder Berater beim Kunde vorschriftsmäßig beantworten muss.
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Sie argumentieren mit Unterstellungen!
Woher wissen Sie ,dass das Honorar eines Beraters höher ist als die Provision?
Sie sagen auch unterschwellig dass dieser 50 jährige Selbständige optimal beraten wurde, also eigentlich kiene Beratung benötigt.Woher weiss er das?
Provisionsgetriebene Beratung ist abhängige Beratung.
Und,sehr geehrter Herr Kirner,warum eigentlich soll ein Finanzberater nicht honorarbasiert beraten?Diese Mär, weite Teile der Bevölkerung wären nicht gewillt Honorare zu bezahlen, halte ich für geschickt plaziert.
Sagen wir doch einfach: Jede Dienstleistung muss honoriert werden,und warum nicht mit einem vereinbarten Stundensatz?
Herzliche Grüße
Kamhuber Robert
danke für ihren Kommentar. Selbstverständlich arbeite ich mit Untertsellungen. Es sind ja nur Beispiele und das sind immer Unterstellungen. Nirgendwo unterstelle ich, dass das Honorar größer ist als die Provision. Nirgendwo unterstelle ich, das der öltere Selbständige vorher optimal beraten wurde. Auch behaupte ich nirgends, dass ein Finanzberater nicht honorarbasiert beraten sollte. Vielleicht schreibe ich zu schlechtes Deutsch, bei so viel Fehlinterpretation; oder Sie arbeiten mit Unterstellungen?
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