Dachfondsmanager Eckhard Sauren: „Wer auf Markttimer und Trendfolger umgeschwenkt ist, hat einen Fehler gemacht“

Eckhard Sauren

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DAS INVESTMENT.com: Sie haben vergangene Woche herausragende Fondsmanager aus zehn Kategorien mit den Sauren Golden Awards ausgezeichnet. Wie viele davon sind in Ihrem Dachfonds Sauren Global Growth vertreten, der in der Deutschen Fondsliga aktuell auf Rang 6 liegt? Eckhard Sauren: Im Prinzip alle, die einen auf eine Region oder auf eine bestimmte Branche spezialisierten Aktienfonds managen. Alles andere wäre inkonsequent. DAS INVESTMENT.com: Auf die Dienste Ihres Hauptpreisträgers Edouard Carmignac verzichten Sie? Sauren: Beim Sauren Global Growth passt ein global ausgerichteter Aktienfonds wie der Carmignac Investissement nicht ins Konzept, ebenso wenig wie Renten– und Wandelanleihenfonds oder nach einer Absolut–Return–Strategie gemanagte Produkte. Deshalb ist dort beispielsweise auch die China–Expertin Lilian Co, die wir für das Comeback des Jahres ausgezeichnet haben, nicht vertreten. In anderen Fonds wie dem Sauren Global Hedgefonds oder dem Sauren Global Balanced und unseren Zielvermögensfonds dagegen schon. DAS INVESTMENT.com: Schichten Sie also regelmäßig in Zielfonds aktueller Preisträger um? Im vergangenen Jahr standen schließlich überwiegend andere Manager auf der Bühne – im Biotech–Bereich beispielsweise Pictet–Berater Michael Sjöström statt Michael Fischer von Medical Strategy. Sauren: Das kann man so pauschal nicht sagen. Manchmal ist es ziemlich eng, wer letztlich einen Award gewinnt. 2008 beispielsweise war der diesjährige Preisträger Nicolas Walewski, der den von uns schon sehr lange gehaltenen Alken European Opportunities betreut, ebenfalls in der Endauswahl. Auch der OP Medical Bio Health-Trends von Michael Fischer gehört bereits seit Jahren zum Portfolio. Michael Sjöström halten wir zwar für einen ausgezeichneten Manager, aber das Volumen des Pictet Biotech ist uns im Vergleich zum OP–Fonds zu groß. DAS INVESTMENT.com: Insgesamt haben Sie 174 Goldmedaillen vergeben, im Vorjahr waren es noch 197. Eine Folge der Finanzkrise, die einige vermeintliche Erfolgsmanager entzaubert hat?