Fintech macht Berater zu Dachfonds-Managern Tripadvisor für Fonds: So funktioniert die Online-Bewertungsplattform Sharing Alpha

Tel Aviv, Israel: Hier wohnen die Sharing-Alpha-Gründer Oren und Yuval Kaplan | © Getty Images

Tel Aviv, Israel: Hier wohnen die Sharing-Alpha-Gründer Oren und Yuval Kaplan Foto: Getty Images

Online-Bewertungsplattformen sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Wer verreisen will, informiert sich auf Tripadvisor & Co. über sein Reiseziel. Wer eine Waschmaschine, einen Kühlschrank oder einen neuen PC kauft, schaut sich erst einmal die Bewertungen auf Amazon & Co. an. Selbst wer zum Arzt muss, kann zuvor auf jameda.de die Erfahrungen anderer Patienten durchlesen.

Nur bei Fonds mussten sich Berater und Anleger bisher auf die Meinung einiger weniger Rating-Agenturen wie Morningstar, Scope & Co. verlassen. Oren und Yuval Kaplan wollen das nun ändern. Die beiden Brüder aus Israel haben mit Sharing Alpha eine Online-Plattform ins Leben gerufen, auf der professionelle Anleger ihre Erfahrungen mit Fonds teilen können.

Das Prinzip gleicht dem der üblichen Bewertungsplattformen. Professionelle Investoren - Finanzberater, Vermögensverwalter - können sich auf der Website registrieren und einen der vielen dort aufgeführten Fonds bewerten. Wer die meisten zutreffenden Bewertungen abgibt, wird seinerseits belohnt, indem er im Fonds-Selekteur-Ranking nach oben rutscht. “Morningstar meets Tripadvisor”, so beschreibt Financial Times das Konzept der Plattform.

Des Weiteren erstellt Sharing Alpha in Kooperation mit dem Weiterbildungsanbieter CAIA einen virtuellen Dachfonds, der sich aus den am besten bewerteten Fonds der teilnehmenden Berater zusammen setzt.