"Frauen sind die besseren Anleger"

Andrea Präuner

Andrea Präuner

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Dass Frauen besser zuhören, aber schlechter einparken – liefert bereits seit Jahren interessanten Gesprächsstoff zwischen Männer und Frauen. Bleibt doch jedem Geschlecht zumindest eine interessante Eigenschaft, ohne das andere zu diffamieren.

Wie sieht es jedoch im Bereich der Geldanlage aus? Lange Zeit galt die Finanzwelt als von Männern dominiert. Was sie wahrscheinlich überwiegend noch ist. Jedoch sind auch hier die Frauen auf dem Vormarsch. Nicht nur in den Chefetagen findet man sie in zunehmender Zahl, sondern auch auf dem Börsenparkett.

Schon beginnt der Geschlechterkampf und diverse Studien widmen sich dem Thema „Wer liegt wohl vorn beim erfolgreichen Anlegen – Männer oder Frauen?“ Es gipfelt in teilweise fragwürdigen Studien, wie zum „Testosteron als Ursache für Börsenerfolg“ – ob Östrogene da gegenteilig wirken?

Tatsache ist jedoch, dass Frauen in den meisten Studien besser abschneiden. Vielleicht, weil sie einige Anlageregeln schlicht und ergreifend aus ihrer geschlechtsspezifischen Eigenschaften heraus beachten und somit einen langfristigen Börsenerfolg zumindest wahrscheinlicher machen.

Betrachten wir hierzu einige Börsenweisheiten des Börsengurus Warren Buffet und deren Umsetzung bei Frauen beziehungsweise Männern.

„Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.“ (Warren Buffet)

Frauen gehen von Haus aus weniger Risiken ein, das wissen Versicherungen bereits seit langem in ihren Policen zu berücksichtigen. Im Anlagebereich bedeutet dies, dass sich Frauen eher als konservative Anleger einschätzen und mehr zu Anleihen und weniger volatilen Anlagen tendieren. Dies hat auch die aktuelle Privatanlegerstudie der Ing Diba vom Juni 2013 bestätigt.

Demnach waren Frauen bei der Wertpapieranlage deutlich erfolgreicher als Männer. Sie schafften eine durchschnittliche Rendite von 3,6 Prozent – bei den Männern waren es hingegen 2,3 Prozent.

Entsprechend der Auswertungen der Ing Diba  legten die Frauen ihr Geld allerdings auch anders an: So waren sie zum Beispiel mit 18 Prozent Anteil am Portfolio stärker in Anleihen investiert als Männer (14 Prozent) und hatten auch mehr Aktienfonds oder andere börsengehandelte Fonds (25 versus 23 Prozent).