Generation Geld Die Kundengruppe 50plus bietet reichlich Potenzial

Späte Ehrung auf dem Walk of Fame: Schauspieler Ben Kingsley (Jahrgang 1943) bekommt seine Urkunde. (Foto: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

Späte Ehrung auf dem Walk of Fame: Schauspieler Ben Kingsley (Jahrgang 1943) bekommt seine Urkunde. (Foto: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)

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Comedian Hape Kerkeling, US-Fußballnationaltrainer Jürgen Klinsmann, Sängerin Nicole, Schauspieler Jan-Josef Liefers, Ex-Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner – sie alle haben eins gemeinsam. Sie sind eines von den 1.357.304 Millionen Babys, die 1964 in Deutschland geboren wurden.

1964 markiert hierzulande den Höhepunkt des Babybooms, und dieses Jahr feiert Deutschlands geburtenstärkster Jahrgang 50. Geburtstag. Die Alterung der deutschen Bevölkerung schreitet voran. Darauf müssen sich auch die Unternehmen einstellen, nicht nur hinsichtlich ihrer Personalpolitik, sondern auch bei Produkten und Vertrieb.

Die Kundengruppe 50plus wird immer wichtiger. Auch in den kommenden Jahren erhält sie kräftigen Nachschub. Denn auch noch nach den 64ern folgten weitere starke Geburtenjahrgänge.

40 Prozent sind 50 Jahre und älter

Die letzte Bevölkerungsumfrage offenbarte, dass 2011 rund 33,2 Millionen Menschen in Deutschland mindestens ein halbes Jahrhundert alt waren. Das entspricht 41 Prozent der Bevölkerung. Mittlerweile ist dieser Anteil weiter gestiegen. 2020 soll er nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei 47 bis 48 Prozent liegen.

Während die Bevölkerung altert und bereits leicht schrumpft, steigt das Nettovermögen ungebremst an. „In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Volumen auf über 5,2 Billionen Euro mehr als verdreifacht“, sagt Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP).

Das Prekäre: Rund 40 Prozent des Geldvermögens stecken in Bank- und Spareinlagen. Und die werfen zurzeit bekanntlich kaum Zinsen ab. Viele so wenig, dass sie selbst die aktuelle Mini-Inflation von 0,8 Prozent unterbieten und das Vermögen real an Wert verliert. Mit diesem Dilemma kämpft vor allem die Generation 50plus.

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Quelle: Statistisches Bundesamt, Zensus 2011