Hervorragende Kundenorientierung und Stabilität Ratingagentur zeichnet 7 BU-Versicherer aus

HDI-Gebäude in Hannover: Laut Ratingagentur Franke und Bornberg hat sich der Versicherer im BU-Bereich gegenüber dem Vorjahr verbessert | © HDI/Thomas Bach

HDI-Gebäude in Hannover: Laut Ratingagentur Franke und Bornberg hat sich der Versicherer im BU-Bereich gegenüber dem Vorjahr verbessert Foto: HDI/Thomas Bach

Für ihr 13. BU-Unternehmensrating hat die Ratingagentur Franke und Bornberg erneut die Versicherer Aachen-Münchener, Ergo, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, Swiss Life sowie Zurich Deutscher Herold unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Alle Versicherer bekommen das Rating FFF, das der Bestnote „sehr gut“ entspricht. Damit haben die untersuchten Versicherer ihre Leistungen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.

Um die Bestnote zu bekommen, müssen die Gesellschaften „hervorragende“ Ergebnisse in mindestens zwei von drei Teilkriterien liefern. Im dritten Bereich dürfen sie nicht schlechter als „sehr gut“ abschneiden.

Aachen Münchener, HDI und Zurich Deutscher Herold: Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr

Mit Aachen Münchener, HDI und Zurich Deutscher Herold konnten sich gleich drei Unternehmen auf sehr hohem Niveau weiter verbessern. Wie bereits die Nürnberger fahren auch sie jetzt in allen drei Untersuchungsbereichen ein „hervorragend“ ein und damit die Maximalbewertung.

Die übrigen Versicherer - Ergo, Stuttgarter und Swiss Life - haben ihre sehr gute Position aus dem letzten Jahr beibehalten. Hier die einzelnen Ergebnisse:

Franke und Bornberg

Die beteiligten Versicherer stehen für rund 4,7 Millionen BU-Verträge, davon 3,5 Millionen Policen mit Anwartschaft auf BU-Rente und weitere 1,2 Millionen mit Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit.

Bewertungskriterien

Grundlage der Bewertung von Franke und Bornberg sind:

  1. Kundenorientierung in der Angebots- und Antragsphase (Gewichtung 25 Prozent)

Diese Phase umfasst Produkte, Antragsgestaltung, Annahmerichtlinien, Antragsbearbeitung sowie Maßnahmen zur Prävention von Verletzungen der Anzeigepflicht. Auch die bedarfsorientierte Absicherung nach Höhe und Laufzeit fließt hier ein. Für die Bewertung werden verschiedene Berufsgruppen herangezogen.

  1. Kundenorientierung in der Leistungsregulierung (Gewichtung 25 Prozent)

Neben der eigentlichen Regulierung versteht Franke und Bornberg darunter, Anspruchsteller angemessen zu begleiten sowie sachgerecht über Ansprüche zu entscheiden. Schnelle Reaktionszeiten, kurze Regulierungsdauern sowie transparente und nachvollziehbare Entscheidungen bringen ebenfalls Pluspunkte.

  1. Stabilität des BU-Geschäfts (Gewichtung 50 Prozent)

Im Geschäftsfeld BU ist Stabilität eine wichtige Voraussetzung für dauerhafte und verlässliche Leistungen. Zu den relevanten Rahmenbedingungen zählen in der Risikoprüfung sachgerechte Annahmeentscheidungen, das Vermeiden subjektiver Risiken und der Verzicht auf vereinfachte Risikoprüfung im Rahmen von Aktionen. Für Stabilität im Bestand sind verlässliche Überschüsse sowie realistisch eingeschätzte Schadenerwartungen entscheidend, und bei der Leistungsprüfung zählen Nachprüfung sowie Klärung des Sachverhaltes vor Ort. Effektives Controlling von Bestands-, Neugeschäfts- und Leistungsdaten trägt ebenfalls zur Stabilisierung bei.