Im Crashtest: Aktienfonds USA

Barack Obama (Foto: Getty Images)

Barack Obama (Foto: Getty Images)

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„Welt droht Finanz-Infarkt!“, so die „Bild“-Zeitung Mitte Oktober zum Thema: Was wäre, wenn die USA pleitegingen? Der Infarkt kam nicht, die Schuldengrenze wurde in allerletzter Minute erhöht. Amerikas Staatsbankrott ist erst einmal vom Tisch und die Aktienmärkte sind beruhigt. Schon nach der ersten Meldung kletterte der US-Aktienindex Dow Jones Industrial um 1,4 Prozent nach oben.

„Hoffentlich ist es nächstes Mal nicht wieder kurz vor zwölf“, so US-Präsident Barack Obama auf der Pressekonferenz zur Anhebung. Denn die nächste Pleite droht bereits im Februar 2014. Dann muss die Schuldenobergrenze voraussichtlich noch einmal angehoben werden. Wird sie aber auch, sind sich Experten einig.

Dem Haushaltsstreit und negativer Schlagzeilen zum Trotz ist die US-Wirtschaft auf dem Weg der Besserung und deutlich solider als noch vor zwei Jahren. 4,8 Millionen Amerikaner mehr haben inzwischen Arbeit, die Anzahl der Baubeginne ist um 43 Prozent gestiegen, die Rohöl-Produktion um 38 Prozent. Das hat sich auch an den Aktienmärkten gezeigt.

Profitiert haben vor allem große, gut positionierte Firmen, und das auf breiter Front: Auf Platz 1 im Crash-Test von DAS INVESTMENT liegt der börsennotierte Indexfonds Lyxor ETF Dow Jones Industria Average (WKN: 541779) mit 160 Punkten (siehe Tabelle).

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Der Index bildet die Wertentwicklung der 30 größten US-Unternehmen ab. Auf Platz 2 folgt mit 153 Punkten der aktiv gemanagte Pioneer U.S. Fundamental Growth (WKN: A0Q602). Schwerpunkt sind mit 93,6 Prozent des Portfolios ebenfalls große Firmen, sogenannte Large Caps. „Wir setzen auf Qualität und kaufen nur die Besten“, so Andrew Acheson, der den Fonds zusammen mit Paul Cloonan managt.

„Sie müssen eine gute Wettbewerbsposition haben, hohe Renditen auf das investierte Kapital und viel Cash in der Bilanz.“ Vorteil dieser Firmen sei, dass sie sich im aktuellen Umfeld, das von Veränderung und hartem Wettbewerb geprägt sei, gut behaupten könnten. Zu den größten Positionen im Portfolio zählen unter anderem Apple, Microsoft, Google, Starbucks und Mastercard. Acheson: „Wir wollen vor allem das Risiko der Insolvenz vermeiden.“