Liquid Alternatives Multi-Asset-Fonds waren 2017 besonders gefragt

Michael Busack

2017 war ein rundum positives Jahr für Liquid Alternatives. Mit geschätzten Nettozuflüssen von mehr als 50 Milliarden Euro durchlief das Marktsegment eine positive Entwicklung. In keinem der zwölf Monate kam es zu Abflüssen. Multi-Asset-Fonds waren besonders gefragt und nach einem schwierigen Vorjahr verzeichneten alternative Anleihestrategien einen Turnaround. Positiv zu bewerten ist auch, dass viele Top-Fonds nicht nur 2017 gut abschnitten, sondern auch mittelfristig in der Lage waren, Investoren eine attraktive Performance zu bieten.

So viel Geld floss 2017 in Liquid-Alternative-Fonds (in Mio. Euro)

Absolut Research

Die Zuflüsse führten konsequenterweise zu einer Zunahme des verwalteten Vermögens. Ende 2017 verfügten die 1.100 analysierten alternativen Ucits-Fonds über circa 400 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr belief sich die Zunahme der Fondsvolumina (inklusive Rendite und Wechselkureffekten) somit auf rund 48 Milliarden Euro. Somit stieg das Volumen im Vergleich zu 2016 (Volumenzunahme: 15 Milliarden Euro) um das Dreifache. Die Zahl der analysierten Fonds war allerdings leicht rückläufig. Wurden Ende 2016 noch 1.167 Fonds analysiert, ging die Anzahl 2017 auf 1.148 zurück. Insgesamt wurden 121 Fonds neu aufgelegt. Demgegenüber standen 140 Delistings.

Von den am Markt befindlichen Fonds waren nur circa 700 Fonds für den Vertrieb in Deutschland zugelassen. Diese Fonds verwalten aktuell rund 285 Milliarden Euro und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 37 Milliarden Euro. Da es sich bei den analysierten Fonds um europäische Publikumsfonds handelt, kann eine Vertriebszulassung jedoch unkompliziert beantragt werden und institutionelle Anleger können auch ohne eine entsprechende lokale Zulassung in diese Produkte investieren.

Volumen und Fondsanzahl im Liquid-Alternative-Universum

Absolut Research