Präsident des FPSB „Wir sind auch aktiv involviert bei der Esma“

Sanjay Sachdev, CFP und Präsident der CFP Board of Standards: „Die Organisation muss den Kunden erklären, dass wir ethische Grundätze haben und für eine qualitativ hochwertige Beratung stehen“. Foto: Axel Jusseit

Sanjay Sachdev, CFP und Präsident der CFP Board of Standards: „Die Organisation muss den Kunden erklären, dass wir ethische Grundätze haben und für eine qualitativ hochwertige Beratung stehen“. Foto: Axel Jusseit

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Sanjay Sachdev ist CFP und Präsident der internationalen Dachorganisation der zertifizierten Finanzplaner FPSB, in der beinahe 162.000 Certified Financial Planner weltweit organisiert sind. Am Rande des Finanzplaner Forums in Düsseldorf (für mehr Infos hier klicken) teilte er mit DAS INVESTMENT seine Sicht auf den deutschen Markt für Finanzplanung.

DAS INVESTMENT: Sie haben gerade eine internationale Studie vorgestellt, die Vorteile des CFP-Status gegenüber anderen nicht zertifizierten Finanzplanern untersucht hat. Was bringt der Titel?

Sachdev: Sie sind damit Teil eines weltweiten professionellen Netzwerks in 26 Ländern. Sie lernen und erweitern ihren Horizont vor dem Hintergrund was weltweit passiert. Wir spielen eine sehr aktive Rolle bei der OECD, bei der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden IOSCO und sind auch aktiv involviert bei der Esma. Überall in der Welt. In Deutschland ist der CFP die größte Qualitätsmarke in der Finanzdienstleistung.

Worin bestehen die Herausforderungen heute?

Sachdev: Die Organisation muss die Botschaft noch besser zu den Kunden bringen, und erklären, dass wir ethische Grundätze haben und für eine qualitativ hochwertige Beratung stehen, dass wir viel Erfahrung und viel Qualifikation mitbringen. Unser Fokus liegt stets auf den Kunden. In Deutschland ist der Verband sehr gut geführt und gemanagt, aber wir würden gern sehen, dass das bestehende Netzwerk noch besser genutzt und geteilt wird, auch grenzüberschreitend in Europa.

In den USA ist der Marktanteil der Finanzplaner wesentlich größer als in Deutschland. Woran liegt das?

Sachdev: Das ist so, aber was verstehen Sie denn unter Marktanteil? 80 Prozent der CFP können ihre Umsätze steigern, weil ihnen zufriedene Kunden wichtiger sind als der Umsatz. Das geht Hand in Hand. Ein zufriedener Kunde führt zu mehr Umsatz. Das hat unsere Studie klar gezeigt. Wir haben 2,7 Prozent Wachstum bei der Zahl der CFP global, aber es gibt Märkte wie China oder die USA, wo wir noch stärker wachsen. Das Wachstum in Deutschland ist stabil, aber niedrig. Wir müssen hier eine größere Zahl an Interessenten besser erreichen und ihnen vermitteln, wie ein CFP ihnen helfen kann, ihre Kunden besser zu beraten.