Schroder Multi-Asset Fonds Kontrollierte Offensive

Urs Duss, Manager des Schroders ISF Global Dynamic Balanced

Urs Duss, Manager des Schroders ISF Global Dynamic Balanced

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Die Offensive gewinnt das Spiel, die Defensive die Meisterschaft. So lautet eine bekannte Weisheit im Fußball. Die kann aber auch leicht auf die Kapitalanlage übertragen werden. Denn optimal positioniert ist nur, wer Chancen in jedem Umfeld nutzt, sich also offensiv genug ausrichtet, dabei aber die Defensive nie vernachlässigt. Diesen Spagat hinzubekommen, das hat sich Urs Duss mit seinem Fonds, dem Schroders ISF Global Dynamic Balanced, zur Aufgabe gemacht.

Die Idee des Fonds: Er soll über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Rendite in Höhe des Libor, des zwischen Banken geltenden Zinssatzes, plus drei Prozentpunkte pro Jahr erzielen. Zugleich sollen die Wertschwankungen des Fonds möglichst gering und Verluste auf maximal zehn Prozent über jeden beliebigen Zwölf-Monats-Zeitraum begrenzt bleiben. Zudem soll die ausschüttende Variante des Fonds drei Prozent pro Jahr bringen, um so regelmäßige reale Einnahmenströme zu liefern und eine Alternative zu Bundesanleihen zu bieten, wo zehnjährige Titel eine Verzinsung von gerade noch rund 1,5 Prozent liefern.

Diversifikation auf Basis von Risikoprämien
Keine leichte Aufgabe. Wichtig ist deshalb in erste Linie  die Defensive. So ist die Beimischung wachstumsorientierter Anlagen bei dem Fonds auf maximal 60 Prozent beschränkt. Im Fonds sind folglich stets mindestens 40 Prozent sichere Staatsanleihen, Barmittel oder Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich enthalten, wobei der Anteil, wenn nötig, bis auf 100 Prozent ausgedehnt werden kann.

Der zweite wichtige Punkt ist, dass Duss getreu dem Motto „Lege nicht alle Eier in einen Korb“ die Möglichkeit hat, das Fondsvermögen breit über zehn Anlageklassen, darunter Aktien, verschiedene Anleihesegmente, Rohstoffe, Gold Immobilien und sonstige alternative Anlagen, zu streuen und die Allokation seines Portfolios aktiv und flexibel zu steuern. Allerdings reicht es dabei nicht aus, einfach nur die verschiedenen Anlageklassen zu mischen. „Zwei Assetklassen können schließlich identische Risiken bergen“, sagt der Experte. „Und dann können sich die positiven Effekte der Diversifikation in Luft auflösen.“

Den Multi-Asset-Lösungen von Schroders dienen deshalb Risikoprämien als Basis für die Allokation. Die Risikoprämie ist die Zusatzrendite einer Assetklasse über eine risikolose Anlage hinaus. Risiken, für die am Kapitalmarkt niedrige Prämien gezahlt werden, werden untergewichtet, gut bezahlte Risiken übergewichtet. Ändert sich die Bezahlung dieser Risiken, kann Druss darauf reagieren und die Anlageklassen neu allokieren.

Geringe Wertschwankungen
Um schon frühzeitig zu erkennen, ob sich diese Risikoprämien ändern, analysiert Duss zusätzlich laufend, in welcher Phase sich die Weltwirtschaft jeweils befindet. Das heißt, er ermittelt, ob sich die Konjunktur in einem Aufschwung, einem Boom, einem Abschwung oder in einer Rezession befindet und wann der Wechsel in eine neue Phase ansteht. „Auf diese Weise können wir unser Portfolio dynamisch so anpassen, dass es auch zum jeweiligen Marktumfeld optimal passt“, so der Experte. Bislang ist es Duss gelungen, mit dieser Vorgehensweise die Vorgaben zu erfüllen. Seit Auflage im Juli 2012 kommt der Fonds auf einen jährlichen durchschnittlichen Zuwachs von 4,8 Prozent pro Jahr. Aber auch die Wertschwankung ist mit vier Prozent im Schnitt pro Jahr vergleichsweise niedrig.

Der erfahrene Fondsmanager hat aktuell sein Portfolio entsprechend ausgerichtet. Derzeit hat er  Aktien mit knapp 36 Prozent gewichtet, wobei er zuletzt unter anderem sein Engagement bei US-Titeln erhöht hat. „Die fundamentalen Daten der Unternehmen erscheinen solide und wir gehen von einer Fortsetzung des Aufschwungs aus“, sagt Duss. Dagegen hat er Aktien von US-Firmen aus dem Basismetallsektor, mangels positiver Nachrichten, abgestoßen.

Insgesamt hat er seine defensiven Anlagen mit rund 54 Prozent gewichtet, wobei allein Staatsanleihen etwa 48 Prozent des gesamten Portfolios ausmachen. Damit ist der Fonds so positioniert, dass er im aktuellen Umfeld auch weiter Chancen bei wachstumsorientierten Anlageklassen nutzen kann, zugleich aber die Risiken von stärkeren Verlusten, zum Beispiel bei einer heftigeren Korrektur an den Aktienmärkten, begrenzt. Mit dieser kontrollierten Offensive kann sich der Schroders ISF Global Dynamic Balanced besonders als Basisinvestment für Anleger mit begrenzter Risikobereitschaft lohnen.