Technologie schlägt Inflation Milliardenschwerer Fonds erwartet sehr lange Niedrigzinsphase

EZB-Chef Mario Draghi, Fed-Chefin Yellen: Allan Polack, Chef eines der größten Fonds in Nordeuropa, sieht kaum Hinweise, dass die mächtigsten Zentralbanken der Welt ihren Kurs in absehbarer Zeit ändern werden | © Getty Images

EZB-Chef Mario Draghi, Fed-Chefin Yellen: Allan Polack, Chef eines der größten Fonds in Nordeuropa, sieht kaum Hinweise, dass die mächtigsten Zentralbanken der Welt ihren Kurs in absehbarer Zeit ändern werden Foto: Getty Images

Hat Technologie die Inflation umgebracht? Und heißt das, die Zinsen werden für einen richtig langen Zeitraum richtig niedrig bleiben? Einer der größten Fonds in der nordischen Region, der dänische PFA Pension A/S mit einem Anlagevolumen von umgerechnet rund 83 Milliarden Euro, positioniert sich für eine Welt in der die Antwort auf diese Frage durchaus "Ja" lauten könnte.

Keine Hinweise auf baldige Zinswende

PFA-Chef Allan Polack sagt, er sehe kaum Hinweise, dass die mächtigsten Zentralbanken der Welt ihren Kurs in absehbarer Zeit ändern werden. Und als Folge sei es ziemlich wahrscheinlich, dass die Preise für Vermögenswerte weiter steigen werden.

"Wir denken, dass sie die Zinsen für eine sehr lange Zeit außergewöhnlich niedrig halten werden", sagte er in einem Interview mit Bloomberg bei PFA in Kopenhagen. "Sie werden die quantitative Lockerung stoppen, oder zumindest schrittweise stoppen. Sie werden keine weiteren Assets anhäufen, aber sie werden die Zinsen niedrig halten."

Polack zufolge haben die technologiegetrieben niedrige Inflation und niedrige Zinsen ein Umfeld geschaffen, in dem die Preise von Vermögenswerten weiter zulegen können. Er fügte hinzu, dass auch Europas neugewonnene Finanzstabilität eine optimistischere Investment-Haltung begünstige. Die scharfe Marktkorrektur, die manche Investoren befürchten, sei also weniger wahrscheinlich, so Polack.