Trotz Brexit Warum Matthew Siddle keine Angst vor britischen Aktien hat

Matthew Siddle, Manager des Fidelity European Growth Fund

Matthew Siddle, Manager des Fidelity European Growth Fund

ARTIKEL-INHALT 
//

Glaubt man den Skeptikern, tummeln sich auf Europas Aktienmarkt gleich eine Mehrzahl wirtschaftlicher Schreckgespenster: Eurokrise, Niedrigzinsen und nun auch noch der Brexit. Für viele heißt es dann lieber gleich: Finger weg von europäischen Aktien. Doch was macht jemand wie Matthew Siddle, der von Berufs wegen mit seinem Fidelity European Growth Fund* in europäische Aktien investieren muss – ob er will oder nicht?

Um es gleich vorwegzunehmen: Matthew Siddle will investieren und macht das seit vielen Jahren sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass der Fidelity European Growth Fund seit vielen Jahren der meistgenutzte Europafonds in deutschen Fondspolicen ist**. Und gerade hier legen Anleger großen Wert auf eine dauerhaft stabile Rendite ihrer ausgewählten Fonds.

Besonderer Blick auf den Brexit

Interessant ist, wie Matthew Siddle volkswirtschaftliche Ereignisse wie den Brexit bewertet – schließlich dürfte Großbritannien davon am stärksten betroffen sein. Siddle bezeichnet den Brexit aufgrund der Unsicherheiten von Investitionen nicht als systemisches Risiko, sondern lediglich als Risiko für die Unternehmensgewinne im Allgemeinen.

Fokus auf langfristigen Unternehmenserfolg

Denn Siddle vertraut bei der Aktienauswahl auf eine differenzierte und fundamentale Unternehmensanalyse. Er kauft Unternehmen mit soliden Bilanzen und einer breiten Aufstellung im Hinblick auf Kunden und Produkten. Denn die dürften – so sein Kalkül – langfristig trotz aller kurzfristigen Unsicherheiten gerade auch aus schwierigen Marktphasen als Gewinner hervorgehen.

Aktien weltweit aktiver Firmen

Dieser Ansatz zeichnet den Fidelity European Growth Fund aus. Die individuelle wirtschaftliche Aufstellung der Firmen zählt deutlich mehr als die ökonomischen Rahmenbedingungen des Landes, in dem das Unternehmen gelistet ist. So betrug beispielsweise der UK-Anteil des Portfolios am Tag der Brexit-Entscheidung lediglich zwölf Prozent, nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Gleichzeitig lag das offizielle Länder-Listing gemäß des Finanzdienstleisters MSCI bei 37 Prozent **.

Das bedeutet, dass die britischen Unternehmen im Fidelity European Growth Fund einen bedeutenden Umsatzanteil im internationalen Ausland haben. Das verringert ihre Abhängigkeit vom britischen Binnenmarkt und macht sie unempfindlicher gegenüber Ereignissen wie dem Brexit. Gleiches gilt auch für die übrigen europäischen Unternehmen im Fonds, die ebenfalls eine überaus starke Internationalisierung aufweisen können.

* vollständiger Fondsname: Fidelity Funds - European Growth Fund A-EUR; ISIN: LU0048578792

** Quelle: Fidelity und Morningstar, Stand: 24.06.2016