Trotz Robo-Advisor Warum es auch in Zukunft traditionelle Vermögensverwalter geben wird

Vier Experten für Finanzberatung begründen ihre Erwartungen für die Vermögensverwaltung der Zukunft.

Vier Experten für Finanzberatung begründen ihre Erwartungen für die Vermögensverwaltung der Zukunft.

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„Nachfrage nach echter Beratung steigt enorm“


Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung mbH:

„Die Finanzberatung muss sich von Grund auf ändern. Banken, Menschen und Roboter werden in Zukunft ganz anders zusammenarbeiten. Die Nachfrage nach echter Beratung steigt enorm. Die Menschen werden immer älter und haben immer mehr Angst vor Altersarmut. Darauf haben die Banken keine Antwort, sie beraten immer noch so, als wäre das Leben mit 75 zu Ende. Dabei werden die Menschen 90 und mehr Jahre alt, bleiben gesund und wollen Teilhabe am Leben.

Das hat nicht viel mit Roboter oder Mensch zu tun sondern mit einer Qualifizierung in der Beratung. Die Unterstützung der Berater aber lässt sich natürlich nur mit Programmen erledigen, die viel umfassender Daten sammeln und auswerten können als der beste Berater. Insofern sollte schon heute jeder gute Berater seinen eigenen Roboter neben sich sitzen haben – im übertragenen Sinne.

Denn das eigentliche Problem ist nicht die Qualität der Anlagen sondern die Bereitschaft, sich überhaupt um die finanzielle Zukunft zu kümmern. Nur wenn die Menschen handeln lässt sich für viele der Ruhestand auch finanziell angenehm gestalten. Wir sind sicher, dass der Mensch der entscheidende Faktor ist für die Überzeugung der Menschen.“