Andrew Balls Pimco-Investmentchef über Strategien fürs Depot

Andrew Balls

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Die Europäische Zentralbank habe durch ihr Anleihekaufprogramm zwar eine Stabilisierung bewirkt. Die Inflation nachhaltig angekurbelt habe sie jedoch noch nicht, sagte Pimco-Investmentchef Andrew Balls im Interview dem Handelsblatt. Daher halte er eine Verlängerung oder eine Ausweitung des QE-Programms für möglich.

Wie reagieren Investoren möglichst geschickt darauf?

Angesichts der wohl bald steigenden US-Zinsen und des gegenteiligen EZB-Kurses, der zukünftig eher für sinkende Zinsen im Euroraum sorge, setze Pimco auf einen weiter steigenden Dollar und einen fallenden Euro, so Balls. Einige Portfolios spiegelten diese Erwartungen wider. In anderen Portfolios habe der US-Finanzdienstleister allerdings genau umgekehrt europäische Staatsanleihen übergewichtet, darunter spanische und italienische, und sich bei US-Treasuries vergleichsweise zurückgehalten, so Balls. Eine große Position halte man derzeit als Sicherheitspuffer in Währungen.

Bei Emerging Markets hält Pimco sich noch zurück

Für Schwellenländer-Anleihen sei die Zeit noch nicht reif, schätzt Balls. Die Märkte hätten große Herausforderungen zu bewältigen. Neben der US-Zinserhöhung seien das der starke Dollar und die niedrigen Rohstoffpreise. Hinzu kämen schlechte Wachstumsaussichten.