„Anlagenotstand“ Das ist das neue Börsen-Unwort des Jahres

„Anlagenotstand“: Das ist das neue Börsen-Unwort des Jahres | © energepic.com

Foto: energepic.com

Das Team der Düsseldorfer Börse mit seiner Geschäftsführung, Maklern und Händlern hat zum inzwischen 16. Mal das „Börsen-Unwort des Jahres“ ermittelt: Für 2016 wurde einstimmig „Anlagenotstand“ als Unwort gewählt.

Denn nach Meinung der Juroren bestehen für Anleger heutzutage unzweifelhaft Gefahren. So sind die Zinsen für Einlagen bei Banken teilweise sogar bis in den negativen Bereich gesunken. Zudem zehren die Gebühren für Sparer ihre ohnehin niedrigen Erträge auf.

Und sogar Immobilien-Investments werfen kaum noch effektive Renditen ab. Zudem bestehe die Gefahr einer spekulativen Blasenbildung in den innerstädtischen Boom-Märkten. Und zum Jahreswechsel meldete das Statistische Bundesamt eine Rückkehr der Inflation.

„Schockstarre verstellt Blick auf Aktien-Chancen“

„Dies ist ein echter Notstand“, heißt in einer aktuellen Mitteilung der Börse Düsseldorf zur aktuellen Unwort-Wahl. „Allerdings ist Notstand negativ konnotiert, wird schnell generalisiert, führt schon einmal zur Schockstarre und verstellt den Blick für das Ganze.“

Vorherige Börsen-Unwörter des Jahres waren:

  • 2015: „Zinswende“
  • 2014: „Guthabengebühr“
  • 2013: „Billiges Geld“
  • 2012: „Freiwilliger Schuldenschnitt“
  • 2011: „Euro-Gipfel“
  • 2010: „Euro-Rettungsschirm“
  • 2009: „Bad Bank“
  • 2008: „Leerverkauf“
  • 2007: „Subprime“
  • 2006: „Börsen-Guru“
  • 2005: „Heuschrecken“
  • 2004: „Seitwärtsbewegung“
  • 2003: „Bester Preis“
  • 2002: „Enronitis“
  • 2001: „Gewinnwarnung“