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02.09.2009 17:07
Rubrik: Berater

Charta-Studie: Viele Versicherungsmakler verdienen nur mittelmäßig

Quelle: Fotolia

Eine Maklerstudie enthüllt: Makler sind in Bezug auf Versicherer nicht immer treu. Neuerdings vermitteln sie auch Policen von Direktversicherern, die keine Abschlussprovisionen zahlen. Und: Viele mittelständische Versicherungsmakler verdienen nicht mehr als normale Angestellte im Versicherungswesen.

Die Charta Börse für Versicherungen hat eine Marktanteilsstudie durchgeführt und dabei Hinweise auf die zunehmende Volatilität im Markt gefunden. Demnach existierem zwar unter den Versicherern Makler-Lieblinge, die lange Zeit die Nase vorn haben. Doch auch deren Glück weist Risse auf. So ist zum Beispiel der Marktführer Allianz nach wie vor auch ein gefragter Maklerversicherer mit überdurchschnittlichen Marktanteilen. Doch so komfortabel wie 2005 ist die Position der Allianz auf dem Maklermarkt nicht mehr. Das zeigt der Vergleich der Studienergebnisse von 2005 mit denen des Jahres 2008.

Trend zu inländischen Assekuranzen

Im Vorsorgebereich ist der Trend zurück zu den traditionellen deutschen Lebensversicherern unübersehbar. Die Finanzmarktkrise hat laut Studie vielen ausländischen Lebensversicherern bei den Maklern Sympathien gekostet. Außerdem hat eine Reihe von Versicherern durch Fusionen Marktanteile verloren. Andere haben dagegen durch Gründung oder Übernahme kleinerer Maklerversicherer Marktanteile hinzugegewonnen.

Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Direktversicherer für die Makler. In erheblichem Umfang werden an diese Risikoversicherungen vermittelt. „Ob das ein neuer Trend ist, der Hand in Hand mit der derzeit heiß diskutierten Honorarvermittlung auch auf andere Sparten übergreifen wird, wissen wir noch nicht“, so Werner Tewes, Vorstandsvorsitzender der Charta Börse.

Eher bescheidene Einkommen

Die Studie erfasste auch die Umsätze der Makler. Demnach kommen 58 Prozent der Maklerbetriebe mit der Vermittlung von Versicherungen nicht über 100.000 Euro im Jahr. Die mit 21 Prozent zweitstärkste Einkommensgruppe setzt zwischen 100.000 und 200.000 Euro im Jahr um. Angesichts der Kosten eines Maklerbüros, das häufig auch noch Beschäftigte entlohnen muss, verbleiben Einkommen, die, so Charta, „dem Vorwurf einer ungerechtfertigten Bereicherung wohl jede Grundlage entziehen“.

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