Der Mischfonds Ethna Gobal Defensiv Mit einer hohen Rentenquote Geld verdienen

Ethenea Independent Investors-Fondsmanager Luca Pesarini (Foto: Jürgen Heppeler)

Ethenea Independent Investors-Fondsmanager Luca Pesarini (Foto: Jürgen Heppeler)

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Knapp 800 Millionen Euro sind nicht viel. Nicht viel jedenfalls im Vergleich zu den 7,4 Milliarden Euro, die im Ethna-Aktiv E stecken. Dennoch zählt der kleine Bruder Ethna-Global Defensiv mit seinem Volumen von 798 Millionen Euro schon heute zu den größten globalen Mischfonds unabhängiger Vermögensverwalter.

Und nicht wenig spricht dafür, dass er sich zu einem ebensolchen Anlegerliebling entwickelt wie der Ethna-Aktiv E. Schließlich hat der auch erst acht Jahre nach Auflage die Milliarden-Schwelle geknackt – bleibt also noch ein Jahr für die 2007 aufgelegte defensivere Variante.

Wie schnell das Volumen dann weiter wachsen kann, wenn die Zahlen stimmen zeigt der kontinuierliche Zuspruch der Anlegergemeinde zum Flaggschiff der Fondsgesellschaft Ethenea eindrücklich.

Der Ansatz, den Luca Pesarini, Guido Barthels, Arnoldo Valsangiacomo und ihr Team mit den beiden Fonds sowie einer dritten, dynamischen Variante verfolgen, ist im Prinzip immer der gleiche: ein entspannter Vermögensaufbau, der Anleger und Manager ruhig schlafen lässt. Dazu zählt insbesondere, unnötige Risiken zu vermeiden.

Pesarini: „Die reinen Performance-Zahlen interessieren mich, ehrlich gesagt, nicht besonders, denn sie sagen nichts aus über die Qualität eines Fonds, geschweige denn über die Risiken, die Anleger damit eingehen. Deshalb geht es uns immer in erster Linie darum, die Kehrseite der Performance, nämlich die Volatilität, in den Vordergrund zu stellen.“

Erträge im Niedrigzinsumfeld


Trotz seines Fokus auf Risikominimierung kann sich die Wertentwicklung des Ethna-Global Defensiv sehen lassen – mit im Schnitt plus 5,8 Prozent jährlich über die vergangenen fünf Jahre lag er Ende Juni recht knapp hinter dem etwas offensiver ausgerichteten Flaggschiff der Gesellschaft (plus 7 Prozent).

Damit beweisen die Fondsmanager, dass sich mit einem aktiven Managementansatz auch in einem Niedrigzinsumfeld Geld mit einer hohen Rentenquote und geringem Aktienanteil verdienen lässt.

Denn anders als beim Ethna-Aktiv E, der seine theoretisch mögliche Aktienquote von 49 Prozent zwar noch nie ausgeschöpft hat, aber durchaus des Öfteren – wie auch aktuell – rund ein Drittel des Portfolios in Aktien investiert, ist die Quote beim Ethna-Global Defensiv auf 10 Prozent begrenzt.

Für Guido Barthels bislang kein Problem: „Die Risiken an den Anleihemärkten bleiben beherrschbar, solange die Inflationserwartungen sich nicht nachhaltig verändern. Selbst wenn wir keine weiteren Zinsrückgänge oder Spread-Einengungen sehen, haben Renten über die steilen Zinskurven noch durchaus Potenzial.“