Die UBS im Portrait: Schweizer Banking

Das Portal der UBS in Zürich. In diesem Jahr wird die schweizer Großbank 150 Jahre alt. Foto: Getty Images

Das Portal der UBS in Zürich. In diesem Jahr wird die schweizer Großbank 150 Jahre alt. Foto: Getty Images

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„Das eine wollt‘ ich doch noch sagen. Mit der Schweizerischen Bankgesellschaft habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt der ältere Herr mit dem Hut, steht auf und geht zu seinem Boot. Das passiert in der ersten Werbe- Unterbrechung im Schweizer Fernsehen am 1. Februar 1965 um 19.25 Uhr.

Die in dem 30-sekündigen Spot – zwischen Maggi-Suppe und Pepsi Cola – gepriesene Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) wird sich 33 Jahre später mit ihrem Konkurrenten, dem Schweizerischen Bankverein (SBV), vereinen. 1998 entsteht in einer der bis dahin größten Bankfusionen die UBS. Die Mega-Fusion ist eine Reaktion auf schwierige Zeiten.

Die Schweiz steckte in einer wirtschaftlich schwachen Phase, Folge einer geplatzten Immobilienblase. Die Regierung hatte den Bankensektor dereguliert. Zu faulen Hypothekenkrediten aus dem Immobilienboom kam also noch verschärfter Konkurrenzkampf. 1996 verbuchten SBG und SBV Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Beide Häuser hatten bereits versucht, der Schweizer Krise durch Expansion ins Ausland zu entfliehen, durchaus erfolgreich. Jetzt sollte sie der Zusammenschluss zu einer internationalen Großmacht verschweißen. Das klappte, allerdings auf Umwegen und mit einigen Rückschlägen.

So verursachte gleich im Fusionsjahr eine Beteiligung am zusammenbrechenden Hedgefonds Long Term Capital Management (LTCM) einen Verlust von 793 Millionen Franken. Die UBS verkraftete das. Die Zeiten wurden besser, und die Bank expandierte außerhalb der Schweiz, etwa indem sie den traditionsreichen US-Broker Paine Webber übernahm.

Zeit für eine neue Strategie

Der Aufschwung gipfelte 2006 in einem Rekordgewinn. Doch kurz darauf ließ die Immobilienkrise in den USA enorme Verluste folgen. Die Bank reagierte, indem sie ihr Kapital aufstockte, Risikopositionen und Bilanzsumme halbierte. Der Lohn: Seit dem vierten Quartal 2009 präsentiert die Bank wieder Gewinne und ist deutlich solider unterwegs.