80 % der Prozesse digitalisieren, 7.300 Stellen abbauen Commerzbank holt weitere 400 Mitarbeiter ins Digital Campus

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt | © Getty Images

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt Foto: Getty Images

Die Commerzbank will in der Digitalisierung schneller werden. 600 Arbeitsstellen hat das Geldinstitut bereits in seinem sogenannten Digital Campus gebündelt. 400 weitere Vollzeitstellen sollen noch hinzukommen . Das sagte Commerzbank-Finanzvorstand Stephan Engels anlässlich der Vorstellung der Quartalszahlen des Unternehmens. 

Im Digital Campus der Commerzbank sollen Projektteams die Digitalisierungsanstrengungen des Konzerns vorantreiben. Der Konzern hatte im vergangenen Herbst angekündigt, bis zum Jahr 2020 rund 80 Prozent seiner Geschäftsprozesse digitalisieren zu wollen. Die Bank erhofft sich dadurch signifikante Einsparungen. 

Ein internes Dokument der Commerzbank, das dem Handelsblatt vorliegt, verrät noch konkretere Details zum geplanten Unternehmensumbau. Demzufolge will das Unternehmen 100 Planstellen für einen mit „Big Data/Advanced Analytics“ benannten Bereich einrichten. 

Abbau von 7.300 Stellen

An anderer Stelle betreibt die Commerzbank dagegen angeblich Kahlschlag: Demselben Dokument zufolge sind nach bereits erfolgter Streichung von 1.650 Stellen weitere personelle Kürzungen plant. Demnach soll die Belegschaft am stärksten im Bereich Firmenkundengeschäft schrumpfen. Jede dritte Stelle soll bis 2020 wegfallen, die Mitarbeiter von aktuell rund 6.500 auf 4.120 reduziert werden, zitiert das Handelsblatt aus dem Papier.