ETP Landscape Report von BlackRock Volatile Märkte bescheren ETPs hohe Zuflüsse

Peter Scharl, Vertriebsleiter iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Peter Scharl, Vertriebsleiter iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

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Ursula Marchioni, Leiterin des ETP-Research bei BlackRock, kommentiert:

„Mit Zuflüssen in Höhe von 6,7 Milliarden US-Dollar waren die europäischen Aktien die stärkste Kategorie der europäischen ETPs und sorgten im August weltweit für die größten Zuflüsse aller Regionen sowie Anlagekategorien. Dies war der zweithöchste Zuflusswert in diesem Jahr und zeigt, dass der ‚buy-on-dip‘-Ansatz in europäische Aktien zu investieren fortgeführt wird.“

Zuversicht für den europäischen Markt wächst

„Höhere Zuflüsse in drei aufeinanderfolgenden Monaten deuten auf eine Erholung der Investitionen in europäische Aktien hin. Im ersten Quartal 2015 erlebten ETPs auf europäische Aktien mit Sitz in der EMEA-Region Zuflüsse in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar, unterstützt durch das Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank und verbesserte Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung.

Diese Entwicklung stockte jedoch in den Monaten April und Mai, als die Nettoabflüsse 2,5 Milliarden US-Dollar betrugen und die Sorge um den ‚Grexit‘ die Schlagzeilen beherrschte. Die Zuflüsse im Zeitraum von Juni bis August erreichten 15,6 Milliarden US-Dollar. Das zeigt das wiederbelebte Interesse der Investoren und die Zuversicht für den Heimatmarkt.“

Abflüsse aus Schwellenländern nehmen weiterhin zu „Die Abflüsse aus den Schwellenländern erhöhten sich im vergangenen Monat auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Dies ist der dritte Monat in Folge mit Abflüssen in diesem Bereich – Sorgen um die Entwicklung in China haben die Investoren weltweit erfasst und zu einem bemerkenswerten Verlust des MSCI Emerging Markets Index im August geführt.

Wirft man einen Blick auf die monatlichen Zu- und Abflüsse seit Anfang 2010, war der August 2015 der drittschlechteste Monat des Segments und nur geringfügig besser als die anderen beiden schlechtesten Monate – Dezember 2014 (2,3 Milliarden US-Dollar) und Juni 2013 (2,4 Milliarden US-Dollar).

Die letzte Augustwoche begann mit einer negativen Entwicklung: Die Aktien-Benchmarken verloren 3-8 Prozent am Montag, den 24. August, und zeigten eine extrem hohe Volatilität, gefolgt von einer Erholungs-Rally im weiteren Verlauf der Woche, bei der die Mehrheit der wöchentlichen Zuflüsse von 3,3 Milliarden US-Dollar in die reiferen Aktienmärkte ging.“

Peter Scharl, Leiter Vertrieb iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa bei BlackRock, ergänzt:

„Wir konnten eine Verlagerung von Aktien der Schwellenländer hin zu den reiferen Märkten, in erster Linie nach Europa und Japan, beobachten. Festverzinsliche Wertpapiere (Staatsanleihen) waren als ‚sichere Häfen‘ gefragt.“