Euro-Krise stärkt deutschen Immobilienmarkt

Investoren finden den schwedischen Immobilienmarkt gut (hier Stockholm) - den Deutschen aber besser. Quelle: Pixelio

Investoren finden den schwedischen Immobilienmarkt gut (hier Stockholm) - den Deutschen aber besser. Quelle: Pixelio

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Die Eurozone bricht nicht auseinander. Von diesem (Horror-)Szenario gehen lediglich 12 Prozent aller Immobilieninvestoren aus. In einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Union Investment äußern allerdings 42 Prozent der befragten Immobilieninvestoren die Befürchtung, dass die Eurozone in eine Rezession schliddert. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als in der letzten Umfrage im Dezember 2011.

Für Deutschland verbessern sich die Aussichten dagegen: 56 Prozent der Immobilieninvestoren – und damit 7 Prozentpunkte mehr als bei der vorigen Umfrage – rechnen damit, dass der deutsche Immobilienmarkt gestärkt aus der Krise hervorgeht. Ein ähnlich gutes Abschneiden erwarten 40 Prozent vom polnischen Gewerbeimmobilienmarkt und 37 Prozent vom schwedischen Immobilienmarkt. Letzterer legte in der Gunst um ganze 8 Prozentpunkte zu.

Den größten Risikofaktor sehen die Umfrageteilnehmer im spanischen Immobilienmarkt. Außerdem befürchten 90 Prozent der Immobilieninvestoren steigende Kapitalanforderungen der Banken und eine Kreditklemme (65 Prozent). Aus diesen Gründen erwarten zwei Drittel der Befragten weniger Neubauten. Vier Fünftel gehen davon aus, dass sich ihre Geschäfte künftig auf Nordeuropa konzentrieren. Diese Einschätzung teilt auch Olaf Janssen, Leiter der Immobilien Recherche bei Union Investment Real Estate: „Die sich abzeichnende konjunkturelle Entwicklung wird die potenziellen Märkte für Immobilieninvestoren noch enger werden lassen. Sicherheit dürfte daher bei vielen Investoren in den kommenden Monaten noch stärker in das Zentrum der Anlageentscheidung rücken.“

Tatsächlich nennt jeder dritte  Investor (35 Prozent) Sicherheit bereits als wichtigstes Anlagemotiv. Anlagemotiv Nummer eins bleibt allerdings die Rendite (44 Prozent).

Am meisten fürchten die Immobilienanleger das Vermietungsrisiko (83 Prozent; plus 2 Prozentpunkte). Auf dem zweiten Platz folgen Mietausfallrisiken mit 72 Prozent (minus 2 Prozentpunkte).