Europa-Abgeordnete: Pro und Contra Macht es Sinn, den Priip-Start zu verschieben?

Hält nicht viel von einer Priip-Verschiebung: Markus Ferber, Europaabgeordneter und Berichterstatter des Europäischen Parlaments für Mifid II. Foto: Marko Kovic

Hält nicht viel von einer Priip-Verschiebung: Markus Ferber, Europaabgeordneter und Berichterstatter des Europäischen Parlaments für Mifid II. Foto: Marko Kovic

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„Drei Monate sind zu wenig“, erklärten im März der BVI, die Deutsche Kreditwirtschaft und der Deutsche Derivate Verband. Die Verbände forderten die Politik auf, nach der Mifid-II-Verschiebung auch die Anwendung der Priip-Verordnung um mindestens neun Monate auf den Herbst 2017 hinauszuzögern.

Zwei Monate später schloss sich ihnen Efama an: Auch der Präsident des europäischen Fondsverbands zweifelte daran, dass eine fristgerechte Umsetzung der Verordnung über einheitliche Produktinformationsblätter klappen wird. 

Sven Giegold: "Der Termin Ende 2016 ist nicht zu halten"

Nun bekommen die Verbände Unterstützung von einem EU-Parlamentarier. Sven Giegold, Mitglied der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament, rechnet nicht damit, dass die sogenannte Beipackzettel-Verordnung Priip am 31. Dezember 2016 in Kraft treten wird.

„Ich bin der Meinung, dass der Termin Ende 2016 nicht zu halten ist“, erklärte der Europa-Abgeordnete im Interview mit Fondsprofessionell.de. Grund sei unter anderem der Widerspruch, den die Grünen und einige Mitglieder anderer Parteien gegen die bereits beschlossenen technischen Regelungen zur Berechnung von Fondskosten und Performance-Szenarien eingelegt haben. Sie monieren die „irreführende“ Darstellung der unterschiedlichen Performance-Szenarien und fordern eine andere Methode zur Risiko-Berechnung.