Eyb & Wallwitz Indien macht die größten Fortschritte

Ernst Konrad ist Fondsmanager von Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement und Fondsmanager der Phaidros Funds

Ernst Konrad ist Fondsmanager von Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement und Fondsmanager der Phaidros Funds

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Im Mai 2013 fing es an: Die FED dachte laut über die Reduktion ihrer monatlichen Anleihekäufe nach, die Rendite zehnjähriger amerikanischer Staatsanleihen stieg innerhalb weniger Wochen von 2 auf 3 Prozent und China enttäuschte die Welt nicht nur mit schwachen Wachstumszahlen, sondern auch mit dem Verzicht auf weitere Investitionsprogramme (wie übrigens auch aktuell).



Diese Konstellation machte vor allem einer Gruppe von Schwellenländern zu schaffen, die unter dem wohlklingenden Namen „Fragile Five“ zusammengefasst wurden. Dazu zählen Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei.

Trotz mancher Unterschiede war diesen Ländern eines gemeinsam: Ein Leistungsbilanzdefizit, das vor allem durch kurzfristig orientierte Kapitalzuflüsse aus dem Ausland finanziert wurde.

Dies funktioniert in der Regel problemlos, so lange die Kapitalimportländer hohes Wirtschaftswachstum verzeichnen, in den Kapitalexportländern, also vor allem den Industrieländern, die Zinsen niedrig sind und Liquidität durch expansive Geldpolitik reichlich vorhanden ist.

Droht allerdings wie Mitte letzten Jahres auf einmal eine Liquiditätsverknappung, können die Kapitalimporte plötzlich wegbrechen. Währungs- und Finanzmarktturbulenzen sind dann die Folge.



Die Währungen der „Fragile Five“-Länder gaben auf breiter Front nach (vergleiche Grafik 1), die Notenbanken erhöhten die Zinsen, um weitere Kapitalabflüsse zu verhindern, die Anleiherenditen stiegen (vergleiche Grafik 2) und Aktienkurse fielen (vergleiche Grafik 3).