Fidelity-Vertriebsleiter im Interview Teil 2 „So verhelfen wir Beratern zu mehr Rechtssicherheit“

Claude Hellers leitet den Vertrieb Privat- und Geschäftskunden bei Fidelity International

Claude Hellers leitet den Vertrieb Privat- und Geschäftskunden bei Fidelity International

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Teil 1 des Interviews: „Wir erleben gerade eine Evolution der Mischfonds“ >>

DAS INVESTMENT: In welcher Kundengruppe haben Sie in den vergangenen ein bis zwei Jahren die größten Marktanteile hinzugewonnen - und was war der Schlüssel für diesen Erfolg?

Claude Hellers: Erfreulicherweise konnten wir in allen Vertriebspartnersegmenten – Finanzberater, Banken, Versicherungen und Family Offices – unsere Absatzzahlen verbessern.

Auf welchen Vertriebskanal legen Sie in den kommenden Monaten einen besonders starken Fokus?

Hellers: Fidelity hat sich als Haus in Deutschland bewusst als Multi-Kanal-Anbieter aufgestellt, der institutionelle Kunden genauso bedient wie Vertriebspartner und Privatanleger.

Allerdings haben wir in den vergangenen rund zwei Jahren verstärkt die Zielgruppe der Finanzberater in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten gestellt, zuletzt im Juni im Rahmen unserer Berater-Roadshow mit 23 Veranstaltungen in 18 Städten in Deutschland.

Welchen Rat würden Sie einem IFA mit Schwerpunkt Investmentgeschäft geben, der nach Wegen sucht, seinen Beratungs- und Vertriebserfolg zu steigern?

Hellers: Entscheidender als ein guter Rat ist die Frage, wie wir als Asset-Manager und Fondsbank den Berater darin unterstützen können, seinen Erfolg zu steigern. Der Berater lebt vom persönlichen Kontakt, das hei0t von der Zeit, die er mit seinen Kunden verbringt. Mit Lösungen wie den Fidelity SMART Global Funds oder den FFB Modellportfolios erhöhen wir die Rechtsicherheit in der Beratung und entlasten den Berater in der Administration, so dass ihm mehr Zeit für die Kundenberatung bleibt. Die FFB Modellportfolio-Lösung ist eine Administrationsplattform für individuelles Vermögensmanagement und ermöglicht einen Transfer der Vermögensallokation für eine beliebige Zahl an Kunden in eine Depotstruktur. Das Modellportfolio unterstützt dabei den kompletten Prozess vom Aufbau der Investments bis zum Reporting.

Eine interessante Option für eine Diversifizierung des Beratungsgeschäfts kann ein Einstieg in betriebliche Altersvorsorge bAV sein, konkret in die Beratung von kleinen Betrieben, zum Beispiel Handwerkern, lokal vor Ort. Diese Option wird vor allem dann sehr interessant, wenn die Regierung bei ihrer geplanten Reform der Betriebsrente ein sogenanntes Opt-out einführt, also eine automatische Entgeltumwandlung mit Ausstiegsoption. Denn in diesem Fall werden sich auch kleine Unternehmen mittelfristig mit dem Thema bAV beschäftigen.

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