Fondssparplan: Einstiegshilfe zur privaten Altersvorsorge

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Je früher, desto besser. Dieser Spruch gilt besonders bei der Planung der eigenen Altersvorsorge. Wer schon früh regelmäßig einen kleinen Beitrag zur Seite legt, kann sich im Alter über ein hübsches Sümmchen freuen. Es muss ja nicht gleich ein Vermögen sein: 50 bis 100 Euro im Monat reichen durchaus, um privat für die Rente vorzusorgen. Fondssparpläne eignen sich dazu hervorragend – gern auch im Rahmen der Riester- oder Rürup-Rente –, weil sich so das Geld in kleinen Schritten am sichersten vermehren lässt. Viele Banken, Online-Broker und unabhängige Finanzdienstleister bieten Sparpläne an, in die man bereits ab einem regelmäßigen Beitrag von 50 Euro einsteigen kann. Ein wichtiges Argument pro Fondssparplan ist auch der Cost-Average-Effekt. Vorabprovisionierung oder regelmäßige Ausgabeaufschläge? Damit Fondssparpläne konkurrenzfähig werden und für den Vertrieb eine angemessene Provision möglich ist, sind vor einigen Jahren Produkte mit Vorabprovisionierung eingeführt worden. Bei diesen gezillmerten Sparverträgen erhält der Vermittler die Provision bereits bei Abschluss des Sparplans. Hintergrund: Bislang mussten Anleger, die in einen Fondssparplan einzahlten, pro Rate den Ausgabeaufschlag bezahlen. Bei der gezillmerten Variante werden die Abschlussgebühren für die gesamte Vertragslaufzeit meist im ersten Jahr entnommen. Der Kunde muss sich jedoch für eine fixe Vertragslaufzeit binden. Die erhöhte Spardisziplin hat ihren Preis: Wer vorzeitig kündigt, erhält die gezahlten Gebühren nicht zurückerstattet. Die Rechnung geht jedoch nur selten auf. Weil die ersten Sparraten durch den Zinseszinseffekt die höchsten Renditen bringen, schmälert die vorzeitige Gebührenentnahme die Rendite. Das kann den Preisnachlass wieder auffressen. Starker, thesaurierender Fonds gesucht – Vorsicht bei ETFs Es sollten Fonds ausgewählt werden, die in der Vergangenheit bereits bewiesen haben, dass sie gegenüber ihrer Benchmark eine Outperformance erzielt haben. Außerdem sollten Anleger darauf achten, dass es sich möglichst um einen thesaurierenden Fonds handelt (Die liebsten Fonds der Finanzberater). Das heißt also, dass die steuerpflichtigen Erträge aus Zinsen und Dividenden wieder in den Fonds investiert werden. Bei einer regelmäßigen Ausschüttung hätten Anleger das Problem der Wiederanlage, die zudem mit zusätzlichen Kosten verbunden sein könnte.