Franklin Templeton Marktkommentar: Rumänien ist auf dem richtigen Weg

Mark Mobius

Mark Mobius

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Für die rumänische Wirtschaft war 2013 ein erfolgreiches Jahr, das die ursprünglichen Erwartungen übertraf. Das rumänische Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2013 um 2,5 Prozent, oder sogar mehr, gewachsen sein – und damit kräftiger als die vor zwölf Monaten prognostizierten unter 2 Prozent.

Der Kapitalmarkt konnte das wohl beste Ergebnis der letzten fünf Jahre verbuchen, mit Börsengängen mit teils rekordverdächtigem Volumen. Dieser Trend könnte sich 2014 fortsetzen.



Auf Grundlage der nachfolgenden Fakten beurteilen wir das Wachstumspotenzial und die Aussichten auf entscheidende Kapitalmarktentwicklungen für dieses Jahr optimistisch.

Rumänien profitiert, erholt sich das globale Wachstum

Unserer Ansicht nach könnte sich die rumänische Wirtschaft positiv entwickeln und – neben dem auflebenden Welthandel – von einer Erholung des globalen Wachstums profitieren, das an Fahrt gewinnt.

Wie die Weltbank rechnen wir für die Eurozone 2014 potenziell mit einer beschleunigten Jahreswachstumsrate von durchschnittlich 1,1 Prozent. In der Eurozone dürfte Deutschland 2014 aller Wahrscheinlichkeit nach der Wachstumsmotor für die Region sein.

Für die Randstaaten und Zentral- und Osteuropa, Rumänien eingeschlossen, könnten sich positive Nebeneffekte ergeben.

Export und Konsum als Wachstumstreiber


In Rumänien könnte die Konjunktur durchaus weiter anziehen. Die Weltbank prognostiziert für 2014 derzeit ein BIP-Wachstum von 2,5 Prozent. Doch es könnte auch mehr werden, wenn die Ernte in diesem Jahr ähnlich ausfällt wie im für Weizen, Mais und Gerste besonders vorteilhaften Erntejahr 2013, was zum Exportzuwachs beitrug.

Einer der potenziellen Wachstumstreiber für Rumänien dürfte nach unserer Einschätzung 2014 erneut vom Export ausgehen. Wir erkennen Chancen in den Sektoren Dienstleistung, Energie und Autobau.

Außerdem hat Rumänien Zugang zu den Strukturfonds der Europäischen Union (EU), einem der wichtigsten Instrumente der EU zur Förderung nachhaltigen Wirtschaftswachstums bei gleichzeitigem Abbau von Ungleichheiten zwischen den Regionen der EU.

Impulse könnte die rumänische Wirtschaft durch die höhere Absorptionsgeschwindigkeit von Mitteln aus den EU-Strukturfonds erhalten, aber auch durch das Aufleben des Baugewerbes im gewerblichen ebenso wie im Wohnbausegment.

Am stärksten zum Wachstum beitragen dürfte überdies der Konsum. Bei extrem niedriger Inflation, sinkenden Zinsen, geringer und stabiler Arbeitslosigkeit und einer tieferen Ausgangsbasis verglichen mit 2007/2008 hat die Inlandsnachfrage in den letzten Jahren in Rumänien sehr schleppend zugenommen. Für 2014 versprechen wir uns hier Zuwächse.