Hotelfonds „Eine Pachtimmobilie verringert das Risiko“

Anselm Gehling, CEO bei der Dr. Peters Group

Anselm Gehling, CEO bei der Dr. Peters Group

DAS INVESTMENT.COM: Was hat Sie dazu bewogen, einen Hotelfonds aufzulegen?

Anselm Gehling: In erster Linie, dass wir mit dem Hilton-Fonds eine attraktive Investmentmöglichkeit für unsere Kunden sowie potenzielle Neukunden gefunden haben. Der AIF namens DS 141 Hotel Aachen GmbH & Co. geschlossene Investment KG richtet sich an Anleger, die langfristige und stabile Ausschüttungen über dem aktuellen Marktniveau suchen. Und das bei einem überschaubaren Risiko. Genau das können wir jetzt anbieten.

Hatten Sie sich bei Ihrer derzeitigen Marktrecherche auf Hotels beschränkt?

Gehling: Nein. Wir analysieren dauerhaft Anlageobjekte auch in unseren anderen Geschäftsbereichen, also Schiffe und Flugzeuge. Wenn wir vom Erfolg des Investments überzeugt sind und unseren Kunden gute Konditionen anbieten können, greifen wir zu.

Bislang haben Sie im regulierten Markt aber aber nur einen weiteren AIF, einen Flugzeugfonds, emittiert. Was ist der Hintergrund?

Gehling: Wir verfolgen die klare Philosophie, nur wirklich vielversprechende Objekte anzubieten. Und wir machen keine halben Sachen, nur um präsent zu sein. Und unser Flugzeugfonds DS 140 zählt mit einem Eigenkapitalvolumen von rund 80 Millionen Euro immerhin zu den größten Sachwertfonds in Deutschland. Wir waren jedoch nicht untätig, sondern haben uns auf die Revitalisierung unserer Bestandsobjekte konzentriert. Als Beispiel ist hier unser Carat Hotel in Grömitz zu nennen, in dessen Ausbau wir 2015 insgesamt 25 Millionen Euro investiert haben.

Hotels sind komplizierter strukturiert als traditionelle Wohn- oder Gewerbeimmobilien. Wie sichern Sie Anleger ab?

Gehling: So kompliziert sind Hotels nicht. Zudem können wir auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Management von Hotelfonds zurückgreifen. Was wichtig ist zu wissen, dass es sich bei dem aktuellen Fonds nicht um ein Betreiberobjekt handelt, sondern um eine Pachtimmobilie. Das verringert das Risiko, vor allem, wenn sie zwei so starke Partner wie die Marke Hilton und den Betreiber Tristar an Ihrer Seite haben. Zudem kontrolliert unser hausinternes Asset Management regelmäßig das Objekt und stellt sicher, dass vertragliche Verpflichtungen des Pächters erfüllt werden.

Wer ist die Zielgruppe Ihres neuen Fonds?

Gehling: Wir richten uns mit dem Angebot ganz klar an unsere Bestandskunden sowie neue Privatanleger. Diese werden von unseren Vertrieben, freien Vermittlern ebenso wie Banken, angesprochen. So rechnen wir zwar nicht mit einer hohen Beteiligung institutioneller Kunden, haben den Fonds aber dennoch für diese Zielgruppe geöffnet.

An wen denken Sie da konkret?

Gehling: Vor allem Versicherer, Versorgungswerke und Pensionskassen sowie Family Offices suchen nach entsprechenden Investments und sind unter Umständen bereit, sich gemeinsam mit Privatanlegern zu engagieren. Grundsätzlich suchen institutionelle Investoren aber größere Investmentmöglichkeiten, so dass allenfalls von einer Tendenz, nicht aber von einem Trend zu sprechen ist. Wir kennen die Bedürfnisse institutioneller Investoren sehr gut, sind in ständigem Austausch mit namhaften Adressen – auch international – und prüfen immer wieder, ob wir Produkte für diese Zielgruppe lancieren wollen. Da wird in den kommenden Monaten ganz sicher etwas passieren.

Ist also bald mit weiteren Hotelfonds von Ihnen zu rechnen?

Gehling: Wir planen bereits ein weiteres Immobilienprojekt. Es ist aber noch zu früh, etwas Konkretes zu sagen. Insgesamt verfolgen wir die Strategie, unser Geschäft in allen Asset-Klassen auszubauen. Daneben beschäftigen wir uns mit der dringenden Frage, wie wir unsere Produkte in das Zeitalter der Digitalisierung transferieren können. Dazu haben wir sehr gute Ideen entwickelt, die wir in nächster Zeit umsetzen werden.