Institutionelle Investoren schätzen Publikumsfonds

Markus Hill

Markus Hill

// //

„Klein aber fein“, „hochspezialisiert“ und oft „überdurchschnittlich in der Generierung von Alpha“: Dies sind meist die Zuschreibungen von Seiten institutioneller Investoren in Deutschland, wenn es um den Themenbereich der so genannten Fondsboutiquen geht.

Seit Jahren gewinnen diese hochspezialisierten, unabhängigen Asset Manager zunehmend an Bedeutung bei den Investmententscheidern von Corporates, Stiftungen, Versorgungswerken und Versicherungen. Ein Grund für den Siegeszug der unabhängigen Asset Manager liegt in den oft überdurchschnittlichen Ergebnissen dieser spezialisierten Anbieter.

In Deutschland sind mittlerweile verschiedene inländische und ausländische Adressen aus dem Alternative-Investment-Bereich mit UCITS-III-konformen Publikumsfonds auf dem Markt. Das einfache Verfahren, diese und andere erfolgreichen Anbieter durch die Produkthülle „Publikumsfonds“ erwerben zu können, hat zu dem positiven Trend beigetragen.

Der Publikumsfonds hat Vorteile

Außerdem stellt der Publikumsfonds ein Marketing-Instrument dar, da er für eine hohe Publizität in den Medien sorgt. Viele Hedgefonds-Firmen bevorzugen die Vorteile dieser „Hedgefonds light“. Auch im Private Placement werden die Vorteile der Publikumsfonds wegen des schnellen, unkomplizierten Kaufs und Verkaufs von Institutionellen sehr geschätzt.

In Deutschland werden diese Fonds von so genannten Kapitalanlagegesellschaften aufgelegt. Häuser wie Universal Investment, Hauck & Aufhäuser und AmpegaGerling haben sich auf die kleinen Adressen durch die Auflage so genannter Private Label Fonds spezialisiert. Viele dieser „kleinen“, aber renommierten Adressen finden sich auch in dem Mitgliederverzeichnis des VuV (Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.).

In den letzten Jahren nimmt man bei diesen Häusern einen starken Trend zur Professionalisierung wahr. Ein bestimmter Prozentsatz der Verbandmitglieder besitzt die Qualitäten beziehungsweise das Potential, auch institutionelle Investoren nach und nach für sich zu begeistern. Mit etwas Geduld wird dann oft aus einem hochwertigen Fondsadvisor/Vermögensverwalter im Privatkundenbereich eine „begehrter“ Manager im institutionellen Asset Management (Beispiele:  ACATIS, DJE etc.).

Die Kapitalanlagegesellschaften sind zum einen Administrationsplattform, zum anderen stellen Sie oft Marketing- und Vertriebssupport und Know-how-Netzwerk. Institutionelle Investoren schätzen die Transparenz und Regulierungsvorschriften im UCIT-Bereich. Andere Regulierungsvorschriften wie die IFRS haben auch als Promotor für den Trend zum Publikumsfondsbereich gewirkt.