Jäderberg & Cie.-Geschäftsführer über Impact Investing „Großteils unabhängig von der Konjunktur“

Peter Jäderberg, Gründer und Geschäftsführer von Jäderberg & Cie.

Peter Jäderberg, Gründer und Geschäftsführer von Jäderberg & Cie.

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Was halten Sie von Impact Investing?

Jäderberg: So selbstverständlich Demut und Respekt vor anderen Menschen, Lebewesen und der Natur sein sollten, sollte die Auswirkung eines Investments unter Nachhaltigkeitsaspekten in der Chancen-Risiken-Bewertung berücksichtigt werden, möglichst messbar. Unser Projekt haben wir nicht nur wegen des Impacts ausgesucht, aber ohne diesen Aspekt könnte es nicht so einzigartig gut sein.

Was genau begeistert Sie denn?

Wir haben einen nachwachsenden Rohstoff, der Indische Sandelholz-Baum, dessen Kultivierung einer Multikultur-Aufforstung – also keine Monokultur – gleichkommt und die dem Raubbau in der ursprünglichen Heimat entgegenwirkt, mit all ihren negativen sozialen, religiösen und naturzerstörenden Folgen. Der Anbau und die Bewirtschaftung erfüllt die CSR-Kriterien sowie ISO-Normen „Umwelt“, „Qualitätskontrolle“ und „Arbeitsplatzsicherheit“, erfährt reihenweise Umweltpreise für die sparsame Wassernutzung.

Dieser Baum wird mit ungewöhnlich hohem Aufwand betüdelt, für alle denkbaren Risiken wird aufwendig vorgesorgt, weil er es als wohl teuerstes Tropenholz wert ist und es sich lohnt, sich dies zu leisten – und weil die Großinvestoren dies verlangen und dafür zahlen. Auch im Verarbeitungsprozess des Baumes in Holzprodukte und vor allem in Sandelholz-Öl wird vorbildlich agiert und fortlaufend optimiert.

Das bedeutet?

Dieser Rohstoff kann somit unter anderem zu seriösen Medikamenten und Heilmitteln nach den höchsten Qualitätsstandards (etwa sustainability und traceability, also nachhaltiger und lückenlos zurück verfolgbarer Anbau) verarbeitet werden. Aus Sicht des Investors besteht zudem die Nachhaltigkeit darin, dass er erstens Teil eines langfristigen Quasi-Monopols mit einem langfristigen Nachfrageüberhang wird, zweitens sein Portfolio mit einem weitestgehend von Kapitalmärkten und Konjunktur unabhängigen Asset bereichert wird und er drittens zudem von der kompletten, vertikal integrierten Wertschöpfungskette profitiert.

Haben Sie bestimmte Anleger im Visier?

Das Asset selbst sollte das Wunschkind jedes Portfolio sein, da es sich als Sachwert für die überwiegende Zeit des Investments unabhängig von Kapitalmärkten entwickelt. Zudem wird der Baum in diversen unterschiedlichen Märkten weltweit begehrt, in dem das Indische Sandelholz und ihr Öl ein Alleinstellungsmerkmal besitzen und die größtenteils von Konjunktureinflüssen unabhängig sind religiöse und kulturell tief verwurzelte, Parfüms und Kosmetika sowie Pharmazie und Heilmittel. Durch den hohen Wert der Bäume und vor allem des Sandelholz-Öls leisten sich die Investoren und der Bewirtschafter eine Risikovorsorge, die weit über der von herkömmlichen Natur-Investments liegt.