Kames-Capital-Mischfonds in Deutschland „Mehr als ein kurzer Flirt“

Vertriebsleiter Steve Kenny (li.) und Produktspezialist Nick Edwardson, beide Kames Capital | © Kames Capital

Vertriebsleiter Steve Kenny (li.) und Produktspezialist Nick Edwardson, beide Kames Capital Foto: Kames Capital

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Sie haben 2016 zwei Multi-Asset-Fonds auf den deutschen Markt gebracht. Warum erst jetzt?

Nick Edwardson: Wir haben unsere Expertise langsam und bedacht aufgebaut. Zuerst haben wir nur reine Anleihe- und Aktienfonds aufgelegt. Multi-Asset-Fonds kamen erst später dazu. Als schottische Investmentgesellschaft haben wir die Portfolios dann logischerweise zuerst im Vereinigten Königreich auf den Markt gebracht, weil wir die Spielregeln der Finanzmärkte dort gut kennen. Erst dann kamen weitere Märkte dazu.

Steve Kenny: Genau. Wir mussten uns als schottische Kapitalgesellschaft in Deutschland erst einmal einen Namen machen. Da deutsche Anleger klassische Anleihefonds und Absolute Return Funds mögen, sind wir zuerst mit diesen Produkten auf den Markt gegangen. Multi-Asset-Fonds kamen erst später in die Angebotspalette.

Warum haben Sie nicht einfach Anleihe- und Multi-Asset-Fonds gleichzeitig für deutsche Anleger geöffnet?

Kenny: Anleger wünschen sich von Kapitalgesellschaften ein klares Profil. Wenn viele verschiedene Produkte gleichzeitig aufgelegt werden, könnten die Strategien vermischt werden. Das wollten wir verhindern.

Welche Vertriebskanäle nutzen Sie?

Edwardson: Wir nutzen beispielsweise Plattformen der Commerzbank, der Raiffeisen Bank International und von Julius Bär. Unser Vertrieb konzentriert sich auf Business-to-Business-Beziehungen.

Eröffnet Kames Capital in Deutschland ein Büro?

Kenny: Ja. Wir planen, nächstes Jahr ein Büro in Frankfurt zu eröffnen. Damit beweisen wir, dass wir nicht nur kurz mit deutschen Anlegern „flirten“ wollen, sondern langfristig mit unseren Fonds am Markt präsent sind.

Edwardson: Unser Vertriebsteam hat sich in den letzten Jahren auch schon richtig internationalisiert. Wir haben italienische, niederländische, deutsche, französische und spanische Kollegen, die sich jeweils um ihre Märkte kümmern.