Marktanteile 2016 gesteigert Amundi: Das sind die 3 wichtigsten Wachstumsbereiche für ETFs

Hermann Pfeifer, Amundi Deutschland

Indexfonds sind in Europa weiter auf dem Vormarsch. Den Berechnungen der Research-Gesellschaft Morningstar zufolge haben sie 2016 ihren Anteil am europäischen Fondsmarkt von 13,8 auf 15,1 Prozent ausgeweitet – wobei Geldmarkt-Fonds dabei außen vor geblieben sind. Im Aktien-Bereich verwalten die passiven Produkte bereits jeden vierten Euro.

Aufgeteilt ist das verwaltete Vermögen etwa zur Hälfte auf nicht-börsennotierte Indexfonds und auf börsennotierte Indexfonds (ETFs). Für ETFs in Europa war 2016 zwar kein neues Rekordjahr, aber es lieferte in der Morningstar-Statistik das drittbeste Jahresergebnis nach 2008 und 2015.

42 Milliarden Euro investiert

Laut Amundi sammelten ETFs in Europa im letzten Jahr knapp 42 Milliarden Euro ein. Mehr als die Hälfte davon ging in den Anleihen-Bereich. Die größten Abflüsse verzeichneten dort Staatsanleihen aus der Eurozonenperipherie. Trotz aller Marktturbulenzen drehte schon in den letzten Monaten 2016 die Anlegerstimmung wieder pro Aktie. Das setzte sich 2017 fort. Allein im Januar sammelten Aktien-ETFs in Europa mehr als 7 Milliarden Euro ein. Neben den USA war auch Europa wieder gefragt.

Auch wenn 2016 für den Gesamtmarkt alles andere als ein Rekordjahr war: Für Amundi war es eins. Die Gesellschaft zählt zu den Top 5 der ETF-Anbieter in Europa. 2016 verbuchte sie Mittelzuflüsse von mehr als 4 Milliarden Euro. Insgesamt verwaltete Amundi zum Jahresende über 25 Milliarden Euro in ihrer breit gefächerten ETF-Palette: fast 27 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zum starken Wachstum beigetragen haben unter anderem Schwellenländer-Aktien-ETFs, denen 2016 innerhalb des gesamten ETF-Markts in Gänze allein rund 5,1 Milliarden Euro zugeflossen sind. „Dank äußerst wettbewerbsfähiger Konditionen hat Amundi mehr als 40 Prozent der auf dieses Anlagesegment in Europa entfallenden Zuflüsse angezogen. Die laufenden Kosten von 0,20 Prozent für dieses ETF-Segment sind europaweit die günstigsten Konditionen“, sagt Hermann Pfeifer, Head of ETF, Indexing & Smart Beta Deutschland, Österreich und Osteuropa.