Nach dem Brexit Gold oder Silber? Das raten Vermögensverwalter

Edelmetalle aus längst vergessenen Zeiten: Ein Mitarbeiter eines britischen Museums zeigt Silbermünzen aus dem Silverdale-Vikinger-Hort von 900 nach Christi. Foto: Getty Images

Edelmetalle aus längst vergessenen Zeiten: Ein Mitarbeiter eines britischen Museums zeigt Silbermünzen aus dem Silverdale-Vikinger-Hort von 900 nach Christi. Foto: Getty Images

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Die Brexit-Entscheidung Ende Juni schickte Europa-Börsen auf Talfahrt. Edelmetalle wie Gold und Silber landeten hingegen auf der Gewinner-Seite: Sie nahmen bereits an einem einzigen Tag um mehrere Prozentpunkte zu. Nun decken sich viele Anleger mit Münzen oder Barren ab. Ob sie dabei lieber auf Gold oder auf Silber setzen sollten - sechs Vermögensverwalter wissen Rat.



Andreas Görler, Senior Wealth Manager, -Wellinvest- Pruschke & Kalm in Berlin

Als Vermögensverwalter investieren wir für unsere Mandanten nicht direkt in Rohstoffe beziehungsweise Edelmetalle, da diese Anlageklasse für uns auch nur eine Form der Spekulation auf eine Preisentwicklung darstellt, die außerdem keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft.

Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit ist uns allerdings auch bekannt, dass Privatanleger damit  trotzdem eine Form von Stabilität und Sicherheit verbinden und auch direkt in Edelmetalle in Form von Münzen oder Barren investieren. Wenn hier 5 Prozent bis maximal 10 Prozent vom Gesamtvermögen in Edelmetalle investiert werden, ist das für uns tolerierbar.

Gold hat hier sicherlich eher den Status einer Ersatzwährung und eines Wertaufbewahrungsmittels und sollte dem Silber daher gegebenenfalls vorgezogen werden.