Regulierung Was Mifid II für Banken bedeutet

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Anforderungen

Verstärkte Anforderungen in Sachen Anlegerschutz, vor allem im Bereich der Dokumentation, neue Handelsverpflichtungen für Aktien und für bestimmte Derivate, umfangreiche Meldepflichten: Mit der Umsetzung von Mifid II im Januar 2017 kommen auf Banken umfangreiche Umstellungen zu. Welche das sind, erklärt Carsten Hahn, Partner beim Finanzdienstleister Capco, gegenüber IT-Finanzmagazin.de  

„Die größten Änderungen gibt es im Bereich Anlegerschutz“, sagt Hahn. Dazu zählt er die Aufzeichnung der Telefongespräche mit den Kunden sowie der gesamten elektronischen Kundenkommunikation und die Geeignetheitsprüfung, die anstelle der Beratungsprotokolle tritt. Dies werde die Vertriebsprozesse und damit die Anforderungen an EDV Systeme verändern, ist der Experte für Regulierung und Risikomanagement bei Capco überzeugt.

In der Zuordnung von Kunden zu einem bestimmten Segment – privat, professionell oder geeignete Gegenpartei – komme es zu Verschiebungen und zu einem erweiterten Optionsrecht für Kunden, sich auf Ebene einzelner Transaktionen abweichend kategorisieren zu können, so Hahn. Darüber hinaus werden im Produktmanagement die Definition eines Zielmarkts sowie transparente Kostenangaben – PRIIPs lässt grüßen – verpflichtend. „Erhöhte Anforderungen in der unabhängigen Beratung wie das Verbot von Zuwendungen oder ein vollständiger Ausweis aller Kosten auf individueller Basis bedeuten weitere signifikante Herausforderungen in der Implementierung“.