Strategieportfolios Ein Anlagekonzept für 100 Kunden – diese 3 Möglichkeiten haben Berater

Hemden auf Kleiderbügeln. Indem sie Strategien bündeln, können Berater ihren Kunden und sich viel Verwaltungsaufwand ersparen.  | © Rainer Sturm/<a target=„_blank“ href=„https://www.pixelio.de/“;>Pixelio.de</a>

Hemden auf Kleiderbügeln. Indem sie Strategien bündeln, können Berater ihren Kunden und sich viel Verwaltungsaufwand ersparen. Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

Matthias Helfesrieder

Auch wenn die neue Finanzanlagenverordnung (FinVermV) noch auf sich warten lässt, stehen Finanzberater schon heute vor dem Dilemma, einerseits den Ansprüchen ihrer Kunden und andererseits der Regulatorik gerecht werden zu müssen. Viele Kunden reagieren zunehmend genervt auf immer mehr Papier, das sie lesen, verstehen und unterschreiben sollen.

Der Alltag vieler Berater sieht so aus: Ein neuer Kunde kommt zum Gespräch und möchte 100.000 Euro anlegen. Der Berater schlägt dem Risikoprofil und den Anlagezielen entsprechend mehrere vermögensverwaltende Fonds vor, die im Mix ein optimales Portfolio abbilden. Dabei wählt er einige namhafte Flaggschiffe der Fondsbranche aus, die sich auch in Krisenzeiten bewährt haben, um das Depot stabil zu halten. Der Kunde hört aufmerksam zu, denkt sich: „Der macht das schon. Ich blicke ja eh nicht durch“, und folgt den Vorschlägen des Beraters.

Ein Jahr später entwickeln sich dann vielleicht zwei von zwölf der vorgeschlagenen Fonds anders als erhofft. Hat der Berater nur eine Handvoll Kunden, ist der Austausch schnell gemacht: Er informiert alle persönlich, macht einen neuen Vorschlag und tauscht die Fonds auftragsgemäß aus. Der Prozess wird im Anlageberatungsprotokoll dokumentiert. Der Kunde unterschreibt und die Sache ist erledigt.

Bei vielen Kunden kompliziert

Hat der Berater allerdings mehrere hundert Kunden, wird die Sache deutlich schwieriger. Alle Kunden zu informieren und Vorschläge für den Austausch zu machen, lässt sich per E-Mail noch bewerkstelligen. Doch die Praxis zeigt, dass rund zwei Drittel aller Kunden damit nicht zurechtkommen. Also müssen sie angerufen und persönlich beraten werden. Eine Herkulesaufgabe – und nahezu unlösbar in unruhigen Börsenphasen, wenn plötzlich mehrere Fonds getauscht werden müssen.

Was können Finanzberater tun, um diesen Prozess zu vereinfachen und ihre Kunden nicht zu strapazieren? Als vorteilhaft erwiesen haben sich Strategiedepots. Es gibt sie in drei Varianten:

  • als Modellportfolio,
  • als Fondsvermögensverwaltung sowie
  • als Strategiefondsmantel.