Themen-Fonds Wie Anleger an disruptiven Technologien verdienen können

Walter Liebe, Investments-Stratege bei Pictet Asset Management

Walter Liebe, Investments-Stratege bei Pictet Asset Management

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Es gibt Phasen, in denen Technologien sich eher langsam entwickeln und es gibt rasante Zeiten. Aktuell erleben wir  - ähnlich wie Anfang der 1990er Jahre - einen massiven technologischen Sprung, der zu großen Veränderungen in der Konsum- und Arbeitswelt und in der Sicherheitsarchitektur führt. Dieser ist unter anderem auf das enorme Wachstum bei Rechnerleistung und Speicherkapazität zurückzuführen. Heute sind Anwendungen möglich, die vor ein paar Jahren noch als utopisch galten. Nicht zu vergessen: Auch das Smartphone ist erst zehn Jahre alt.

Die drastischen Veränderungen gehen einher mit schnell wachsenden disruptiven Technologien. Dazu zählen zum  Beispiel mobiles Internet, selbstfahrende Fahrzeuge oder die fortgeschrittene Automation. Solche einschneidenden Entwicklungen krempeln nicht nur unsere Arbeits- und Alltagswelten komplett um, sie bieten auch attraktive Investmentchancen. Pictet Asset Management hat drei Themenfonds im Angebot, die auf ganz unterschiedliche Weise Zugang zu gleich mehreren disruptiven Technologien bieten.

Google & Co investieren in künstliche Intelligenz

Der Pictet-Digital investiert in innovative Unternehmen, die vom Übergang in die digitale Welt profitieren. Geschäftsmodelle ändern sich und auch die Art und Weise, wie Menschen miteinander in Beziehung treten, wie sie arbeiten und sich vergnügen. Die Digitalisierung der Welt hat gerade erst begonnen und bietet ein breites Spektrum an Wachstumsbereichen. Dazu zählt zum Beispiel E-Commerce. Dank Virtual-Reality-Anwendungen, ortsbezogener lokalisierbarer Dienstleistungen, besserer Preise für den Konsumenten und kostenloser, schnellerer Lieferung wird sich der Aufstieg des Online-Handels unserer Ansicht nach fortsetzen. Weitere Trends im Digital-Bereich sind Online-Werbung, Cloud-Computing oder digitale Medien wie Online-Spiele, Video- und Musikstreaming. Auch die Finanzlandschaft mit dem Trend zu Fintechs hat der Fonds im Blick. Online-Kreditvergabe und Zahlungssysteme spielen eine Rolle im Fonds.

Ein starker Fokus in der Digitalisierung liegt aktuell auf künstlicher Intelligenz. Unternehmen mit guten Kenntnissen in diesem Bereich werden die enormen unstrukturierten Datenmengen, die in immer größerem Umfang produziert werden, strukturieren und auswerten können und so diese Daten in nützliche Dienstleistungen umwandeln. Tech-Giganten wie Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook und Baidu investieren bereits massiv in künstliche Intelligenz. So werden künftig Herausforderungen zu meistern sein, die bisher unlösbar erschienen. Es entstehen neue Produkte und Anwendungen mit enormen Wachstumsmöglichkeiten.

Sicherheitsausgaben sind wie eine Versicherungsprämie

Der zweite Fonds, der Pictet-Security, fokussiert sich auf Unternehmen, die helfen, die Integrität, Gesundheit, Sicherheit und den Schutz von Menschen, Unternehmen und Regierungen zu erhalten. Es geht um Airbags, Überwachungskameras, Flughafenkontrollgeräte, Schließanlagen oder Sicherheitsdienstleistungen wie Wachschutz und vieles mehr. Zunehmend wichtiger wird die IT-Sicherheit. Das Thema entstammt der analogen Welt, entwickelt sich heute aber immer weiter in Richtung Gefahren, die auf den Internet basieren. Es geht beispielsweise um Sicherheit im Zahlungsverkehr oder Virenscanner. Dass IT-Sicherheit nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern eine wichtige Verpflichtung ist, hat jüngst wieder der Hacker-Angriff auf britische Krankenhäuser gezeigt. Somit sind Sicherheitsinvestitionen wie eine Versicherungsprämie, die Regierungen, Unternehmen und Individuen bereit sind zu zahlen. Sicherheitsbezogene Ausgaben wachsen mit einer Rate von 7 bis 8 Prozent pro Jahr, also mit dem Zwei- bis Dreifachen des Weltwirtschaftswachstums.