Vermögensverwalter erklärt Discount-Zertifikat oder Prämienstrategie: Das sind die besten Investments

Ottmar Wolf, Vorstand von Wallrich Wolf Asset Management

Ottmar Wolf, Vorstand von Wallrich Wolf Asset Management

Bei der Vermögensanlage kann ein Blick über den Tellerrand hinaus niemals schaden. Dies gilt umso mehr, wenn es um die Betrachtung von Wertpapiere geht, die bezüglich der Strukturierung und von ihrem Kursverhalten her gewisse Ähnlichkeiten zur eigenen Anlagestrategie aufweisen. Dies gilt zum Beispiel für Discount-Zertifikate.

Verstetigung der Renditen

So kommt die Deutsche Bank in einer jüngst veröffentlichten Langzeituntersuchung zu dem Ergebnis, dass es 77,4 Prozent aller jemals (November 1999 bis Ende 2016) von ihr emittierten „Discounter“ über die Produktlaufzeit hinweg auf eine positive Wertentwicklung gebracht haben. 58,6 Prozent der mehr als 130.000 betrachteten Zertifikate haben sich dabei sogar besser entwickelt als der ihnen zugrundeliegende Basiswert.

Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang aus unserer Sicht auch, dass fast ein Fünftel der Papiere ihren Besitzern eine positive Rendite bescherte, obwohl sich die jeweiligen Underlyings im selben Zeitraum negativ entwickelt haben. Eine Geldanlage in Discount-Zertifikate führt im Vergleich zu einem Direktinvestment in die zugrundeliegende Aktie oder den Aktienindex somit zu einer deutlich stabileren Rendite. Starke Ausreißer nach oben und unten sind seltener.

Quelle: Deutsche Bank

Fast zwei Drittel der untersuchten Discount-Zertifikate (62,1 Prozent) haben eine Rendite zwischen Null und 20 Prozent erzielt, während bei den Basiswerten nur 28,4 Prozent innerhalb dieses Intervalls lagen.