Von wegen gescheitert 14,5 Prozent pro Jahr: Makler berichten über ihre Riester-Erfolgsstorys

Walter Riester (73) absolvierte nach der Volksschule  Riester eine Ausbildung zum Fliesenleger, wurde Funktionär der IG Metall und prägte seit 1998 als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung die sogenannte Riester-Rente. | © Getty Images

Walter Riester (73) absolvierte nach der Volksschule Riester eine Ausbildung zum Fliesenleger, wurde Funktionär der IG Metall und prägte seit 1998 als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung die sogenannte Riester-Rente. Foto: Getty Images

„Riestern“ wird für Geringverdiener künftig attraktiver, berichtet der deutsche Fondsverband BVI: „Die Regierung hat eine Anhebung der Grundzulage von 154 Euro auf 165 Euro für Riester-Sparer vorgeschlagen. Außerdem soll es für Menschen mit geringen Einkünften einen Freibetrag für Leistungen aus der zusätzlichen Altersvorsorge geben.“

Dabei gelte: „Schon heute ist die Riester-Förderung aufgrund der staatlichen Zulagen besonders für Geringverdiener attraktiv, da sie für den Erhalt der vollen Zulage nur vergleichsweise geringe Beiträge selbst aufbringen müssen. Außerdem gibt es beim Riestern kein Risiko – die eingezahlten Beträge einschließlich der Zulagen werden von den Anbietern garantiert.“

So hoch sind die Zulagen bei Riester-Verträgen:

Die jährliche Grundzulage beträgt derzeit pro Person 154 Euro (künftig eventuell 165 Euro) und die Kinderzulage 185 Euro für vor 2008 geborene und 300 Euro für später geborene Kinder. Wollen Riester-Sparer die volle Förderung erhalten, müssen sie jährlich mindestens vier Prozent ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen.

Dabei werden alle Zulagen auf die Beiträge angerechnet. Im Idealfall ersetzen so die Zulagen bei Riester-Sparern mit sehr geringem Einkommen fast den gesamten Eigenanteil. In einem solchen Fall müssen Riester-Sparer nur 60 Euro pro Jahr oder 5 Euro pro Monat als Sockelbetrag einzahlen.

So viel können die staatlichen Zulagen ausmachen: 

Beispiel 1: Eine Familie mit zwei vor 2008 geborenen Kindern erhält neben der Grundzulage von 154 Euro jeweils zwei mal 185 Euro pro Kind. Die Zulagen betragen damit insgesamt 524 Euro im Jahr. Bei einem steuerpflichtigen Einkommen von 40.000 Euro muss die Familie insgesamt 1.600 Euro (4 Prozent von 40.000 Euro) in einen Riester-Vertrag einzahlen, 1.076 Euro stammen dabei aus eigener Tasche.

Beispiel 2: Liegt das steuerpflichtige Einkommen mit zwei vor 2008 geborenen Kindern bei lediglich 20.000 Euro, müssen für die volle Förderung lediglich 800 Euro (4 Prozent von 20.000 Euro) in einen Riester-Vertrag fließen. Da die Zulagen bereits 524 Euro betragen, muss die Familie selbst nur 276 Euro zahlen. Zwei Drittel der Einzahlungen leistet der Staat.