Zukunftsaussichten der Robo-Advisor „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Finanzberater durch einen Computer ersetzt wird, liegt bei über 50 Prozent“

Der Mini-Roboter 'Pepper' arbeitet schon bei einer Versicherungsgesellschaft in Taiwan. | © Getty Images

Der Mini-Roboter 'Pepper' arbeitet schon bei einer Versicherungsgesellschaft in Taiwan. Foto: Getty Images

Roboter und Automatisierungstechnik übernehmen immer mehr Aufgaben in allen Bereichen der heutigen Berufswelt. In diesem Jahr beschäftigt sich die ARD in ihrer jährlichen Themenwoche unter dem Titel „Zukunft der Arbeit“ mit genau dieser Entwicklung. Doch inwieweit werden digitale Technologien den Arbeitsmarkt im Finanzsektor beeinflussen? Experten sehen Fintech Produkte wie Robo-Advisors lediglich als zusätzliches Angebot, welches langfristig eine Nische im Anlagemarkt bleiben wird.

Finanzsektor besonders betroffen

Wie einige Branchen im Dienstleistungsbereich bietet der Banken- und Versicherungssektor besonders viele Möglichkeiten, administrative Tätigkeiten in Zukunft durch intelligente Programme abzuwickeln. Eine Studie der London School of Economics beleuchtete dazu rund 700 Berufe bezüglich ihrer Zukunftsfähigkeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Finanzberater durch einen Computer ersetzt wird, liegt demnach bei über 50 Prozent.

Diese Prognose sollte jedoch kritisch betrachtet werden. Nicht einberechnet sind hierbei die Möglichkeiten, wie sich die entsprechenden Berufsbilder neben der digitalen Entwicklung verändern könnten. Denn eine beratende Tätigkeit ist nicht so leicht durch Roboter zu erledigen wie die bloße Verwaltung von Finanz- und Kundendaten.