44 Fonds im Crashtest Die besten dynamischen Multi-Asset-Strategiefonds

Währungshändler in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul: Manager von Multi-Asset-Fonds nutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Renditequellen | © Getty Images

Währungshändler in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul: Manager von Multi-Asset-Fonds nutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Renditequellen Foto: Getty Images

Aktien, Anleihen, Kasse. So sieht das Instrumentarium aus, das Mischfonds-Managern typischerweise zur Verfügung steht. Bei Multi-Asset-Fonds sind die Möglichkeiten vielfältiger – neben diesen Anlageklassen können die Manager beispielsweise auch auf Rohstoffe setzen oder Hedgefonds-Strategien verfolgen, anstatt ausschließlich auf klassische Long-Investments zu setzen. Dieses erweiterte Anlagespektrum soll es ermöglichen, auch in schwachen Marktphasen eine positive Rendite zu erwirtschaften.

Eine der Möglichkeiten besteht beispielsweise darin, verschiedene Strategien miteinander zu kombinieren, die eine geringe Korrelation zueinander aufweisen. Dieser Ansatz spielt beispielsweise beim Nordea Multi-Asset-Fund eine wichtige Rolle. Der von Asbjørn Trolle Hansen betreute Fonds konnte den Spitzenplatz aus dem vorangegangenen Crashtest zwar nicht verteidigen, belegt mit insgesamt 157 Punkten jedoch einen respektablen zweiten Platz hinter dem aktuellen Gesamtsieger Deutsche Concept Kaldemorgen. In punkto Volumen steht der 2011 aufgelegte Fonds des Erfolgsmanagers Klaus Kaldemorgen in der Vergleichsgruppe hinter dem Newton Real Return auf Platz 2. Rund 6,5 Milliarden Euro bringt er auf die Waage.

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 Deutsche Concept Kaldemorgen 165 37 71 57 6492
2 Nordea Multi-Asset Fund 157 40 83 34 811
3 Parvest Diversified Dynamic 155 39 79 37 916
4 1741 (Lux) Global Risk Diversification Base 135 44 51 40 221
5 Bellevue BB Global Macro 133 14 94 25 324
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Die drei Siegerfonds im Kurzporträt

Klaus Kaldemorgen

Der Gesamtsieger: Deutsche Concept Kaldemorgen

Das Fondsvolumen beweist es: Das Konzept von Klaus Kaldemorgen, in möglichst jeder Marktphase eine positive Rendite erzielen, spricht viele Anleger an. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Begrenzung von Risiken: So sollen mögliche Verluste auf Jahressicht unter 10 Prozent liegen, gleiches gilt für die Volatilität.

Die Faustformel für Kaldemorgens Vorgehensweise lautet vereinfacht: Zwei Drittel Teilhabe an Aufwärtsbewegungen, höchstens ein Drittel Teilhabe an Verlustphasen. Als Instrumentarium zum Erreichen dieser Vorgaben nutzt Kaldemorgen neben Aktien und Anleihen auch Währungs- und Absicherungsstrategien.

Die Aktienquote kann er zwischen 0 und 100 Prozent variieren, entscheidend für die Gewichtung ist das Risikobudget – der Risikobeitrag der verschiedenen Anlageklassen und aller Einzeltitel zum Gesamtportfolio. Mit 38 Prozent liegt die Brutto-Aktienquote derzeit unter dem maximal möglichen Wert, unter Berücksichtigung der Aktienindex-Absicherungen liegt sie bei netto 28 Prozent.

Die Hauptrolle spielen derzeit deutsche und amerikanische Aktien mit einer Gewichtung von jeweils rund 10 Prozent. Auf Sektor-Ebene weisen Gesundheits- und IT-Titel mit 8 und 6 Prozent den höchsten Anteil am Aktienportfolio auf. Zu den größten Positionen im Fonds gehören derzeit unter anderem Nestlé, Monsanto und Unilever.

Die Anleihe-Quote hat Kaldemorgen jüngst leicht auf 30 Prozent reduziert, wobei Unternehmensanleihen mit 19 Prozent Portfolio-Anteil eine größere Rolle spielen als Staatsanleihen. Den Schwerpunkt setzt Kaldemorgen zurzeit auf Anleihen mit BB- beziehungsweise BBB-Rating, aus denen sich fast 80 Prozent des Rentenportfolios zusammensetzen.

Regional dominieren amerikanische und italienische Anleihen mit einer Quote von jeweils knapp 7 Prozent. Auch die Cash-Quote spielt derzeit eine wichtige Rolle im Portfolio, im Vergleich zum Vormonat April hat Kaldemorgen sie um 8 Prozentpunkte auf derzeit 30 Prozent aufgestockt. Alternative Investments hat er hingegen zurzeit mit lediglich knapp 5 Prozent gewichtet.