Studie von McKinsey Digitale Konkurrenz: Rendite der Banken könnte sich halbieren

Digitalisierung: Eine ernsthafte Bedrohung für die etablierten Banken. | © Foto: Pixabay

Digitalisierung: Eine ernsthafte Bedrohung für die etablierten Banken. Foto: Foto: Pixabay

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Etablierte Banken, die die Digitalisierung ignorieren, könnten bis 2025 rund vier Prozentpunkte ihrer Eigenkapitalrendite einbüßen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Die Berater haben dafür die  Daten von Banken in rund 90 Ländern und  3.000 Fintechs ausgewertet. Bis 2025 könnte die durchschnittliche Rendite demnach auf 5,2 Prozent fallen. Ansonsten wäre eine Rendite von 9,3 Prozent drin.

"Gerade deutsche Banken müssen etwa im Vergleich mit ihren angelsächsischen Konkurrenten mehr Gas geben, um die Kundenerfahrung durch digitale Möglichkeiten zu verbessern und ihre Kosten zu senken“, so Philipp Koch von McKinsey gegenüber dem Handelsblatt. „Der Umgang mit der Digitalisierung wird ein zentraler Hebel deutscher Banken sein, um die Überlebensfähigkeit ihres Geschäftsmodells abzusichern."

Laut McKinsey lag die Eigenkapitalrendite der Banken 2016 bei 8,6 Prozent, einen Prozentpunkt niedriger als im Jahr 2015. Seit rund sieben Jahren schwanke sie in einem schmalen Korridor zwischen 8 und 10 Prozent, auf einem Niveau, das gerade so reicht, um die Kapitalkosten zu decken.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis der Banken verharre laut McKinsey auf einem historischen Tief. Die Margen stehen unter Druck, unter anderem aufgrund der digitalen Konkurrenz. Das könnte nach Angaben der Unternehmensberater dazu führen, dass Banken bis zu 40 Prozent ihrer Umsätze wegbrechen und bis zu 60 Prozent ihrer Gewinne.