Birgitte Olsen über Entrepreneure „Hungrige Tiger statt fauler Katzen“

Birgitte Olsen

Birgitte Olsen

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DAS INVESTMENT.com: Alles auf Anfang – welches Unternehmen würden Sie gründen?

Birgitte Olsen: Olsen Asset Management natürlich. Da aber mehr als 51.000 Norweger den Namen tragen, ist Bellevue Asset Management doch ein guter Ersatz! Erstens ist Portfoliomanagement das, was ich am besten kann. Zweitens brauchen Kunden jemanden, der mit ihrem Geld innovativ und professionell umzugehen weiß. Und drittens macht der Kampf David gegen Goliath in dieser Branche Spaß – und er fängt erst richtig an.

DAS INVESTMENT.com: Wäre noch ein anderer Start-up interessant?

Olsen: Ja – einer, der mit Konsum zu tun hat, am besten mit Suchtpotenzial. Richemont oder Apple sind dafür tolle Beispiele.

DAS INVESTMENT.com: Wo sollte man am besten loslegen?

Olsen: Wichtig sind eine geeignete Infrastruktur, die steuerliche Situation und das Ausbildungsniveau. So empfehlen sich etwa die USA, Hongkong und die Schweiz. Für die richtige Balance von Arbeit und Leben sollten auch Kriterien wie Kultur, Kommunikation und Klima einfließen. Handy und Internet ersetzen keine direkten zwischenmenschlichen Beziehungen.

DAS INVESTMENT.com: Welche Anfängerfehler würden Sie machen?

Olsen: Ich denke, ich würde zu viel Energie in Kleinigkeiten stecken. Es ist anscheinend einfacher, Google zu entwickeln, als eine Kaffeetassen-Regelung in der Betriebsküche durchzusetzen – wenn man das überhaupt braucht. Ich kann effektiv Portfolios betreuen. Menschen gut zu führen ist viel anspruchsvoller. Und gute Mitarbeiter zu finden ist nicht leicht – gerade, wenn man sie am nötigsten braucht. Menschenkenntnis und eine gesunde Unternehmenskultur sind auf jeden Fall für unternehmerischen Erfolg sehr wichtig.