DIA Wer ist besonders durch Altersarmut gefährdet?

Senioren bei einem Wohltätigkeits-Essen | © Getty Images

Senioren bei einem Wohltätigkeits-Essen Foto: Getty Images

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Ein pensioniertes Akademikerehepaar im Eigenheim hat das geringste Risiko in Deutschland, altersarm zu werden, ausländische, alleinlebende Mieter ohne Bildungsabschluss hingegen das höchste. Auf diese Formel lässt sich das Resümee der jüngsten DIA-Studie zuspitzen, welche Gruppen in Deutschland besonders von Altersarmut bedroht sind. Diese Studie „Altersarmut – heute und in der Zukunft“ untersuchte auch die Haushaltsmerkmale, die mit einem hohen Armutsrisiko einhergehen.

Staatsangehörigkeit besonders wichtig

Gemessen wurde dafür zum einen die relative Armut (weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens) als auch die absolute Armut (Bezug von Grundsicherung). Sowohl relative wie auch absolute Altersarmut stehen insbesondere im Zusammenhang mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit (nicht EU).  Bei dieser Gruppe ist das relative Risiko dreimal und das absolute Risiko sogar elfmal höher als im Durchschnitt. Gleichzeitig weicht das Einkommen armer Nicht-EU-Ausländer erheblich mehr von der Armutsschwelle nach unten ab als bei anderen Armen.

Neben der Staatsangehörigkeit haben auch die Eigenschaften „Mieter“, „alleinlebend“ und „kein Bildungsabschluss“ einen großen Einfluss: sie gehen mit einem etwa doppelt so hohem relativem beziehungsweise absolutem Armutsrisiko als beim Durchschnitt einher.