EBASE-CHEF ZUM FONDSBERATER-MARKT IM August 2017 „Deutschland-Aktienfonds sind sehr gefragt“

Ebase-Chef Rudolf Geyer: Anleger wenden sich von US-Aktienfonds ab | © Ebase

Ebase-Chef Rudolf Geyer: Anleger wenden sich von US-Aktienfonds ab Foto: Ebase

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 DAS INVESTMENT. Herr Geyer, welche Trends zeichnen sich in der Depot Analyse für August 2017 ab?

Rudolf Geyer: Das Interesse an Fondsanlagen ist – trotz der Kurseinbrüche an den Aktienmärkten im August – nach wie vor ungebrochen. So liegt die Handelsaktivität der Ebase-Kunden in diesem Monat 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des Jahres 2016 (Grafik 1). Wenn man bedenkt, dass der August durch die Ferienzeit schon seit jeher einer der handelsschwächsten Monate ist, lässt das auf einen durchaus robusten, positiven Trend schließen. Der Fund Flow Faktor, welcher zeigt, ob es Nettomittelzuflüsse oder -abflüsse gibt, stützt diese Einschätzung. Der aktuelle Wert von 14 belegt, dass im August deutlich mehr Vermögen in Fonds angelegt als abgezogen wurde (Grafik 2). Die Anleger bauen also ihre Investitionen in Fonds weiterhin aus.

Gibt es Unterschiede in der Fondsnachfrage der Kunden nach Anlageregionen?

Geyer: Unsere Daten weisen darauf hin, dass die Anleger Investments in den USA immer mehr den Rücken zukehren. Aktienfonds werden hier deutlich häufiger verkauft als gekauft. Dieser Trend hält bereits seit März dieses Jahres an, also beinahe über die gesamte Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident. Im Gegensatz dazu ist Deutschland bei Aktienfonds sehr gefragt. In der Vergangenheit war schon häufiger zu beobachten, dass sich Anleger in Zeiten wachsender globaler Unsicherheit verstärkt auf den Heimatmarkt konzentrieren. Dies scheint auch aktuell wieder der Fall zu sein.