Emerging Markets Rating-Agentur S&P positiv für Argentinien

Rinderherde wird von Gauchos getrieben | © PeeF / <a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Rinderherde wird von Gauchos getrieben Foto: PeeF / pixelio.de

Die neue Bonitätsnote von Standard & Poor's (S&P) liegt fünf Stufen unterhalb der Güteklasse Investment Grade. Als Reaktion legte der Peso 0,3 Prozent zum Dollar zu auf 15,35 Peso je Dollar. Die Staatsanleihe mit Fälligkeit 2016 erholte sich von Verlusten, die Rendite sank auf 7,4 Prozent.

Zur Begründung für die Hochstufung verwies S&P auf Bemühungen, die Inflation zu senken, erhöhte Unabhängigkeit der Zentralbank und die Wiederherstellung von Vertrauen in die volkswirtschaftlichen Statistiken Argentiniens. Die US-amerikanische Rating-Agentur erwartet, dass sich die Inflation 2017 auf 20 Prozent und 2018 auf 15 Prozent verringert.

Die Wirtschaft wird in den nächsten drei Jahren um jeweils durchschnittlich 3 Prozent wachsen, nach einer Kontraktion von 2,3 Prozent 2016. S&P geht davon aus, dass die Regierung ihre haushaltspolitischen und Inflationsziele schrittweise erreichen wird.

Einigung nach Zahlungsausfall vor 15 Jahren

Die Ratingerhöhung erfolgte zwei Tage bevor Argentinien Gastgeber des lateinamerikanischen Wirtschaftsforums wird. Dabei wird Präsident Mauricio Macri bestrebt sein, das Land als attraktive Investmentchance darzustellen. Seit Macri im Dezember 2015 sein Amt antrat, hat er die Währungskontrollen aufgehoben, sich mit Gläubigern aus dem Zahlungsausfall von 2001 geeinigt und versucht, die Versorger von Lasten aus Subventionierungen zu befreien.

„Es ist ein positiver Schritt, der die Attraktivität von Dollar-Bonds erhöht“, sagte Daniel Chodos, Schwellenländer-Stratege bei der Credit Suisse Group in New York. „Für eine künftige weitere Heraufstufung müsste Argentinien weitere Treiber liefern, wie etwa Verbesserungen auf der fiskalischen Seite, ein nachhaltigeres Anziehen des Wachstums und natürlich mehr Sicherheit im Hinblick auf die politische Kontinuität.“