Finanzvertrieb legt 2016-Bilanz vor MLP nimmt Kritikern Wind aus den Segeln

MLP-Zentrale in Wiesloch

MLP-Zentrale in Wiesloch

Überraschung vor der heutigen Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse für das vergangene Jahr: Der Aufsichtsrat der MLP AG hat am Dienstag dem Vorschlag des Vorstands zur gesellschaftsrechtlichen Abtrennung der streng regulierten Bereiche Bank und Finanzdienstleistungen vom sonstigen Makler- und Beratungsgeschäft zugestimmt.

„Unser Bankgeschäft ist risikofern“, erklärt MLP-Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg. „Trotzdem schlagen die seit der Finanzkrise deutlich gestiegenen Kapital- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen vollständig bei uns durch.“ Doch das solle sich in Zukunft mit dem Neuzuschnitt ändern. 

„Unser Bankgeschäft ist risikofern“

MLP-Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg

Durch die geplante Aufspaltung sollen die freien Eigenmittel deutlich ansteigen: Auf Basis der aktuellen Anforderungen erhöhen sie sich nach Unternehmensangaben schrittweise bis Ende 2021 um voraussichtlich rund 75 Millionen Euro.

Damit würden die unternehmerischen und wirtschaftlichen Spielräume deutlich erweitert, „vor allem für Investitionen und Akquisitionen, aber auch in der Dividendenausschüttung“. Für Kunden ergäben sich dagegen keine Änderungen.