Frankfurter Bankenkonferenz: Stresstests

Frankfurt am Main: Banker weltweit erhoffen sich von hier Informationen, unter anderem über die kommenden Stresstests. (Foto: Getty Images)

Frankfurt am Main: Banker weltweit erhoffen sich von hier Informationen, unter anderem über die kommenden Stresstests. (Foto: Getty Images)

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Am heutigen Montag startet die Euro Finance Week in Frankfurt, bei der Top-Manager der größten Banken der Region und Vertreter der Aufsichtsbehörden eine Woche lang über Integration und Regulierung der europäischen Finanz- und Versicherungsmärkte diskutieren wollen.

Bei der Konferenz in diesem Jahr sind die Regulierer deutlich in der Mehrheit. Dies macht nicht zuletzt ihre wachsende Bedeutung bei den Vorbereitungen zur Übernahme der Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) deutlich.

EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch zählt zu den 14 Regulierern, Abgeordneten und Regierungsmitgliedern, die bei der Konferenz Reden halten werden. Lediglich acht Banker sind für Reden vorgesehen - unter ihnen Jürgen Fitschen, der Co-Chef der Deutschen Bank.

“Die Würfel sind gefallen, und es gibt eine klare Hierarchie mit der EZB als neuem Regulierer”, sagt Markus Rudolf, Professor an der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar. “Die Banken wollen sich mit der EZB treffen, da sie sich alle fragen, wie die Tests im nächsten Jahr aussehen werden und wie sie dabei wohl abschneiden werden.”

Die Notenbank wird eine dreistufige Prüfung von etwa 130 der größten Banken der Euroregion durchführen, bevor sie ihre Aufsichtsrolle im nächsten Jahr übernimmt. Als oberster Aufseher eingesetzt wurde die EZB von der politischen Führungsspitze der Eurozone, die sich davon erhofft, das Vertrauen der Märkte nach Kreditkrise, Staatsschuldenkrise und Rezession wiederherzustellen.