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09.08.2011 14:30
Rubrik: Märkte

Finanzkrise: Kommt eine neue Währung?

Strahlendes Logo - ungewisse Zukunft: Euro-Plastik vor der
Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Quelle: Gettyimages

Die Ursachen der erheblichen Verwerfungen an den Märkten sind nicht durch Wirtschaftsdaten begründet, sondern durch politische Entscheidungen, die noch zu erheblichen Umbrüchen führen werden. Jörg Bohn, Vorstand und Chefstratege der Artus Direct Invest AG über die Konsequenzen für den Euro.

Auch nach dem Downgrading bleiben US-Staatsanleihen die liquidesten der Welt. Nunmehr gibt die aktuelle Bewertung die Realität wieder, wie das auch inzwischen bei den Anleihen anderer Staaten der Fall ist. Die Konjunkturindikatoren – Ifo-Index – zeigen nach unten.

Bei den Peripheriestaaten ist die Situation erheblich negativer gegenüber Deutschland. Bekannt ist, dass Sparen in einer Rezession doppelt schwierig ist. Also wird es sehr schwer sein, für die angeschlagenen Länder, ihre Staatsdefizite zurückzuführen.

Sieht man sich die Hilfs- und Rettungspakete für die Peripheriestaaten an gibt es quasi schon eine Transfer-Union. Euro Bonds wären dann der nächste logische Schritt. Damit könnte dann Ruhe an den Anleihemärkten einkehren.

Der andere Weg wäre eine Teilung des Euro. Ein starker Kern-Euro und ein schwacher Süd-Euro würden somit Abwertungen erlauben, also einen Ausgleich schaffen, das heißt südeuropäische Länder hätten einen erheblichen Vorteil über eine niedrig bewertete Währung auf den Weltmärkten.

Da die Staatsschuldenkrise international grassiert, sollten die Aktienmärkte weiterhin volatil bleiben und Anleger sehr vorsichtig – mit Risikomanagement – agieren. Das gilt natürlich auch für Rohstoffe. Ein Mix aus Anleihen in starken Währungen, wie etwa neuseeländischen Dollar, kanadischen Dollar und in der norwegischen Krone sollte überlegt werden, ebenso wie eine Diversifikation in nicht korrelierenden alternativen Investments – natürlich neben einer Basisanlage in Gold.

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Artus hat derzeit in ihren Dachfonds eine Cash-Quote von durchschnittlich 75 Prozent durch die Umsetzung ihres Risikomanagements nach Trendfolge-Ansatz. Die restlichen Anlagen betreffen Rentenwerte.

Zum Autor: Jörg Bohn ist Vorstand und Chefstratege der Vermögensverwaltung Artus Direct Invest AG mit Sitz in Düsseldorf und einer der Experten von www.vermoegensprofis.de.

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Marina Menzer, 14-08-11 18:12:
Wird es den EURO auch weiterhin geben? Wenn ja, wie lange? Ein Finanzexperte meinte vor kurzem im TV, 1-2 Jahre noch, falls man die Probleme nicht in den Griff bekommt. Da sich aber immer noch keine Lösung bzw. ein Konzept abzeichnet, sollte man wohl eher sagen,max.1 Jahr!!! Die Frage ist, was kommt danach??? Müssen die kleinen Leute dann wieder die Zeche zahlen, während die Vermögenden genug phys. Gold horten konnten und der Abstand nun größer ist als jemals zuvor???

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